Eisenblatt und der Völkermord

Freund Eisenblatt hat sich gedacht, es ist mal wieder an der Zeit dem „Weltnetz“ zu zeigen, wie wenig Ahnung er von jursitischen Dingen hat. In seinem heutigen Blogeintrag hat er die „Konvention über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes – Resolution 260 aIII“ auszugsweise zitiert.

Einige Passagen aus den Artikeln I, II und IV hat er dabei fett markiert. Für diejenigen, die seinen Blog nicht mit unnötigem Traffic aufwerten wollen, fass ich mal kurz zusammen:

Er stellt heraus, dass Völkermord auch im Frieden begangen werden kann. Desweiteren markiert er zur Definition des Völkermords die Passagen, in denen festgestellt wird, dass ein Völkermord u. a. dann vorliegt, wenn Handlungen in der Absicht begangen werden, eine nationale, ethnische, rassische Gruppe als solche ganz oder teilweise zu zerstören, bei ihren Mitgliedern schweren körperlichen oder seelischen Schaden zu verursachen oder der Gruppe vorsätzlich Lebensbedingungen aufzuerlegen, die geeignet sind, ihre körperliche Zerstörung ganz oder teilweise herbeizuführen.

Jetzt stellt sich die Frage: Warum macht er das? Wer Eisenblatt kennt, der wird wahrscheinlich auf die Antwort kommen:

Weil er der Meinung ist, dass

„die BRD und ihre Politiker & Richter usw. ganz klar unter diese Kategorien fallen.“

Er wirft diesen einen Völkermord am deutschen Volk vor.

Wie er darauf kommt, verrät er natürlich nicht. Warum auch, kann man es doch seiner Meinung nach

„auf den ersten Blick erkennen“

Ein typisches Verhalten, wenn man nicht in der Lage ist, seine Behauptungen mit Argumenten und Belegen zu untermauern.

Interessant ist aber, dass Eisenblatt offenbar immerhin anerkennt, dass wir im Frieden leben. Das ist insofern bemerkenswert, da die größten Teile der Reichsbürgerbewegung davon ausgehen, wir befänden uns nach wie vor im Kriegszustand, da es keinen gültigen Friedensvertrag gäbe (teilweise wird sogar die Gültigkeit des Versailler Vertrags angezweifelt) und die Feindstaatenklausel der UNO noch existiert (dass diese obsolet ist, verstehen die nicht).

Er schließt seinen Blogbeitrag mit einem Appell an seine Leser:

„Also wisst ihr was ihr zu tun habt. Stellt Anzeigen verdammt nochmal!
Ihr müsst aufhören, den Kopf in den Sand zu stecken und erzählen das alles keinen Sinn hätte. Das Recht kann keiner für euch in Anspruch nehmen außer euch selber! Es wird niemand kommen um für euch zu kämpfen, oder um euch zu retten. Ihr müsst euch euer Recht erkämpfen. Aber ihr müsst vorher deutlich machen, das ihr im Recht seit und wenn man dieses Recht nicht achtet, dann werdet ihr zum Handeln übergehen!“

Leider vergisst er anzuführen, wo die Anzeigen erstattet werden sollen. Das dürfte allerdings auch ziemlich egal sein, weil so ziemlich jedes internationale Gericht inzwischen mit unsinnigen Anzeigen von Reichsdeppen vertraut sein sollte. Wahrscheinlich gibt es bei denen eine extra Rundablage „Reichsbürger“.

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Eine Antwort zu Eisenblatt und der Völkermord

  1. drxdsdrxds schreibt:

    Bürgerlicher Name: Alexander Singendonk (Ironleafs und Eisenblatt) hat echt einen an der Waffel.
    Danke für deinen tollen Blog. Macht Spaß hier zu lesen.

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