Eisenblatt lügt wieder

Eisenblatt hat seine Blogpause beendet und macht da weiter, wo er aufgehört hat: Mit Lügen und Antisemitismus meldet er sich zurück!

Beides vereint er wunderbar in seinem Beitrag „Manche Leute tun einfach alles um in die Medien zu kommen…“.

Hier arbeitet er mit zwei Screenshots. Der erste ist von web.de. Hier geht es um einen Bericht zum 75 Jahrestag des Beginns der Judenverfolgung. Aus diesem Anlass führte web.de ein Gespräch mit einer Zeitzeugin. Im Teaser steht der Satz

„Folge dieser Drohung war der Völkermord an sechs Millionen Juden.“

Hier hat Eisenblatt, auf dessen Blog Holocaustleugnung nicht unerwünscht ist, die „sechs Millionen“ rot unterstrichen.

Als nächstes folgt ein Screenshot des Gedenkbuchs des Bundesarchivs für die Opfer der nationalsozialistischen Judenverfolgung in Deutschland (1933-1945). Hier steht unter anderem:

„Sie enthält die Namen, persönlichen Daten und Schicksalswege von derzeit 159.972 Personen, die zwischen 1933 und 1945 im Deutschen Reich lebten und aufgrund ihrer wirklichen oder vermeintlichen jüdischen Herkunft oder Religion Opfer der nationalsozialistischen Judenverfolgung wurden.“

Hier hat er ebenfalls rot unterstrichen, und zwar „159.972 Personen… wirklichen oder vermeintlichen jüdischen… Judenverfolgung“.

Unter die Screenshots schreibt der Volksbetrüger:

„Tja, sieht so aus als ob das Bundesarchiv mal wieder den Holocaust leugnet. ;)

(Anmerkung des Blogautors: Margot Friedlander hat den Vorfall sicherlich besser untersucht, als die offiziellen Stellen.)“

Was Eisenblatt hier macht, ist so billig wie abstoßend. Er versucht den Eindruck zu erwecken, die Zahl von 6 Millionen ermordeten Juden durch den Nationalsozialismus sei viel zu hoch. Natürlich benutzt er dabei die altbekannte Reichsdeppentaktik des Lügens durch Verschweigen. Denn schauen wir doch mal genau, was da auf den Webseiten steht.

Auf der ersten steht die Zahl von 6 Millionen Opfern der Judenverfolgung. Und was steht beim Bundesarchiv? Da steht, dass es bei den 159.972 Personen nur um solche geht, die im Deutschen Reich lebten. Also nicht in Polen, Russland, Frankreich, Belgien, den Niederlanden,… Eisenblatt vergleicht also Äpfel mit Birnen. Und wenn man dann beim Bundesarchiv noch genauer hinschaut, entdeckt man hier folgenden Satz:

„Trotz laufender Bemühungen um Ergänzung und Verifizierung der vorhandenen Informationen kann beim Gedenkbuch weiterhin nicht von Vollständigkeit gesprochen werden. Das Bundesarchiv bleibt deshalb interessiert an Hinweisen auf neue Quellen sowie Korrekturmeldungen und Ergänzungen.“

Das verscheigt Eisenblatt natürlich seinen Lesern, denn ihm geht es nicht um Wahrheit oder Aufklärung, sondern um revisionistische Verharmlosung des Holocausts.

Und weil er einmal so schön beim Lügen ist, macht er gleich weiter. Diesmal mit dem neusten Beweis der Reichsdeppen und anderer Staatsleugner dafür, dass die BRD eine Firma und kein Staat ist: Der Konzern Kreis Lippe. Diese Lüge hat auch Conrebbi schon verbreitet (Eisenfraß berichtete).

Das perfide bei Eisenblatt ist, dass er den Konzernbericht des Konzern Kreis Lippe gelesen hat und aus diesem zitiert. Was er natürlich nicht zitiert, sind die wesentlichen Stellen. Ich zitiere mich insofern mal selbst aus dem oben verlinkten Beitrag:

Der „Konzern Kreis Lippe“ ist ein Wirtschaftsunternehmen, dass sich im Besitz des Kreises Lippe befindet. Zu diesem Konzern gehören unter anderem der Eigenbetrieb Schulen, die Klinikum Lippe GmbH, das Landestheater Detmold, die Lippe Tourismus & Marketing AG, der Eigenbetrieb Straßen, die Kommunale Verkehrsgesellschaft Lippe mbH, die Flughafen  Paderborn/Lippstadt GmbH, die Lipperlandhalle Lemgo und der Abfallwirtschaftsverband Lippe.

Ich zitiere aus dem Konzernbericht:

„Wird heute von Kommunalverwaltung gesprochen, ist hierunter viel mehr zu verstehen als der Bereich der unmittelbaren Verwaltung mit den einzelnen Fachbereichen. Vielmehr steht ein vielfältiges Spektrum an Organisationsformen zur Verfügung, denen sich die Kommunen zur Aufgabenerledigung bedienen können. Grundlage hierfür bietet die Garantie der kommunalen Selbstverwaltung gemäß Artikel 28 Absatz 2 Grundgesetz. Aufgrund der sich hieraus ergebenden Organisationshoheit sind die Kommunen zur Erbringung bestimmter Aufgaben der öffentlichen Daseinsvorsorge verpflichtet.

Im Rahmen der geltenden Gesetze könne sie jedoch selbst entscheiden, in welcher Organisations- und Rechtsform sie diese Aufgaben erfüllen, ob z.B. von einem Fachbereich innerhalb der Kernverwaltung oder durch ein kommunales Unternehmen.

Auch der Kreis Lippe hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Aufgaben aus der Kernverwaltung ausgegliedert und die Aufgabenwahrnehmung auf (teil)selbständige Organisationseinheiten wie Eigenbetriebe oder Gesellschaften privaten Rechts übertragen. Ziel des Kreises Lippe ist es hierdurch, den lippischen Bürgerinnen und Bürgern preiswerte und attraktive Leistungsangebote zur Verfügung zu stellen. Zum Stand 31. 12. 2010 war der Kreis Lippe an 44 kommunalen Unternehmen mit unterschiedlichen Beteiligungsanteilen beteiligt. Zwischenzeitlich ist die Gründung weiterer kommunaler Unternehmen erfolgt. Zudem ist der Kreis Lippe Gründer bzw. Gründungsmitglied der Stiftung Standortsicherung Kreis Lippe und der Gesundheitsstiftung Lippe. Zusammen mit der Kreisverwaltung Lippe stellen diese den Konzern Kreis Lippe dar.

Der Konzern Kreis Lippe erbringt zahlreiche Aufgaben für die lippischen Bürgerinnen und Bürger. Obwohl diese Aufgaben auch von Unternehmen in privater Rechtsform erbracht werden, handelt es sich hierbei jedoch ausschließlich um öffentliche Aufgaben. Dabei sind die Tätigkeitsfelder so vielfältig und zahlreich wie die unterschiedlichen Organisations- und Rechtsformen, durch die sie wahrgenommen werden. Die Tätigkeitsfelder umfassen insbesondere die Bereiche Dienstleistungen, Gesundheit, Bildung und Kultur, Jugend, Familie, Soziales und Arbeit, Wirtschaft und Verkehr sowie Natur und Umwelt.“

(Fettdruck von mir)

 Der Konzern Kreis Lippe ist also der Zusammenschluss aller Unternehmen, die sich im Besitz der Gebietskörperschaft Kreis Lippe befinden und dessen Aufgaben wahrnehmen. Natürlich bleibt der Kreis Lippe ein Landkreis und ist kein Konzern. Was Eisenblatt erzählt ist nichts anderes als eine LÜGE!

Zeigt sich nicht hier ganz offen die Perversion dieses Volksbetrügers, der sich gerne als aufgewachter Aufklärer sieht?

Er hat den Konzernbericht gelesen, also auch das von mir zitierte und behauptet trotzdem kackfrech

„Nun wie jeder sehen kann gibt es nur noch Firmen und keine Staaten oder staatliche Verwaltungen mehr, auch wenn sie sich so nennen. Was bleibt ist das Handelsrecht / Seerecht in dem wir uns schon lange befinden. Jeder Brief, jeder Zahlungsaufforderung ist nichts weiter als ein Angebot einer Firma!“

Wie jeder sehen kann, ist der „Konzern Kreis Lippe“ der Zusammenschluss mehrerer Unternehmen, die dem Kreis Lippe (teilweise) gehören. Das macht den Kreis Lippe nicht zu einer Firma! (Im Übrigen wäre es schön, wenn sich bei den Deppen rumsprechen würde, was eine Firma ist!).

Und hört endlich auf mit dem Seerecht! Das mag ja für dien englischsprachigen noch Sinn ergeben, in Deutschland aber nicht! Oder, um mich erneut selbst zu zitieren:

„Ihren Ursprung hat die These vom Seehandelsrecht in der amerikanischen „Free man on the land“- Bewegung. Das Irrsinnige daran ist, dass die Theorie auf einer (falschen) wortwörtlichen Begriffsdeutung basiert. Dies ist ja auch in Reichsdeppenkreisen populär (siehe „Personalausweis“). Den Free man on the Land geht es zum Beispiel um Begriffe wie „citizenship“ und „ownership“, die durch die Silbe „-ship“ nautisch klingen. Das trifft aber im Deutschen auf die Begriffe „Staatsbürgerschaft“ und „Eigentümerschaft“ gar nicht zu. Trotzdem wird der Blödsinn übersetzt und nachgeplappert. Hinterfragt werden in der Reichsdeppenszene halt nur die Argumente des „Systems“.“

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