Sommer und der amtliche Ausweis

Tja, was Eisenblatt und seine Leser können, schafft Sommer mit seinen Lesern natürlich auch!

Nach dem ich heute schon hier und da über das Talent Eisenblatts geschrieben habe, Begriffe konsequent falsch zu interpretieren, ist mir das Gleiche auch bei Tobias Sommer aufgefallen.

Waren es bei Eisenblatt der Personenstand und der Unterschied zwischen Öffentlichkeit und öffentlichem Dienst, die Probleme bereiteten, ist es bei Sommer und seinen Lesern der Unterschied zwischen Amtsausweis und amtlichen Ausweisen.

Wer sich schon etwas näher mit unseren Reichsdeppen und Staatsleugnern beschäftigt hat, der weiß, dass eines ihrer Lieblingsthemen das Thema „Amtsausweis“ ist. Die gibt es in Deutschland nicht und es gab sie auch nie. Trotzdem erwarten die Staatsleugner, dass ein beamter sich mit einem solchen ausweist. Ein Dienstausweis wird nicht akzeptiert. Dass Beamte auch „Staatsdiener“ sind, in einem „Dienst- und Treueverhältnis“ stehen und eben nicht ein „Amt“ sind, kapieren die Deppen nicht.

Sommer zitiert bei sich im Blog nun § 273 StGB.

Da steht folgendes:

„§ 273 Verändern von amtlichen Ausweisen

(1) Wer zur Täuschung im Rechtsverkehr

1. eine Eintragung in einem amtlichen Ausweis entfernt, unkenntlich macht, überdeckt oder unterdrückt oder eine einzelne Seite aus einem amtlichen Ausweis entfernt oder
2. einen derart veränderten amtlichen Ausweis gebraucht,

wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft, wenn die Tat nicht in § 267 oder § 274 mit Strafe bedroht ist.

(2) Der Versuch ist strafbar.“

Hat mit der Frage Dienst- oder Amtsausweis auf den ersten Blick nichts zu tun. Wenn man aber die Reichsdeppenbrille aufsetzt, dann liest man „amtliche Ausweise“ und denkt sich: Na also, es gibt sie doch, die Amtsausweise!

Glaubt ihr nicht? Lest selbst:

14169 Christian sagt:

Es gibt also “amtliche Ausweise” (Amtsausweis)!
Dann heißt es doch de jure: “Zeigen Sie mir einmal bitte Ihren amtlichen Ausweis.”

Und bei Vorlage eines “dienstlichen Ausweises” (Dienstausweis) wird dann auf das StGB 273 verwiesen.“

Tobias sagt:

Ja, abgefahren, oder? :-)

Das ist sogar manchem Reichsdeppen zu doof, so dass korigiert wird:

Rechteinhaber/In als beseelter Mensch.. sagt:

@..Christian & Tobias, salve.. ;-)
hier geht es NICHT um “Amtsausweise” für Amtspersonen..!

Eher um Fälschungen von Ausweisen & Urkunden, die einen amtlichen Anschein erwecken sollen – eben zur wissentlichen Täuschung im Rechtsverkehr – PUNKT..!

Und was soll ich sagen? Das Rechteding hat sogar mal Recht!

Gut.. so halbwegs Recht zumindest, denn der Beitrag geht ja noch weiter:

Mach/t Dir/Euch zur Angewohnheit, jedesmal den orig. § im RStGB nachzuschlagen – dann kommen keine Mis(s/t)verständnisse auf. ;-)

Aufklärung:
– EIN AMTLICHER AUSWEIS IST KEIN AMTSAUSWEIS, sondern ein vom AMT d. D.R. ausgegebenes Dokument, EINE URKUNDE, wie Personenausweis, Heiratsurkunde, etc. – Kein gefälschter BPA oder ein dubioser BRD-Pass mit 2 verschiedenen ADLERN
als Staatswappen(Cover u. Inhalt) – das ist der Tatbestand der Fälschung..! § !“

Wenn man das von mir rot markierte weglässt, ist die Erklärung richtig gut! Leider muss das Rechteding auch sein Reichsdeppengeschwurbel unterbringen, so reicht’s leider nur zu ’ner 3+.

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2 Antworten zu Sommer und der amtliche Ausweis

  1. Patrick Lassan schreibt:

    Anscheinend weiß Sommer doch selbst nicht, was er meint. Dem ersten Kommentar stimmt er zu, beim nächsten (diesem ‘Rechteinhaber’) schreibt er, dass er weiß, dass es nicht um Amtsausweise geht – und setzt dann einen Link zu einem älteren Beitrag, der nur aus dem Text von § 267 StGB besteht.
    Übrigens auch eine nette Methode, einen Blog voll zu bekommen – einfach Gesetzestexte kopieren.

  2. reichling schreibt:

    Im Deutschen Reich war eben alles besser geregelt. Und weil ja der Reichsbürger kein Personal seines Staates war, hatte er auch keinen Personalausweis, sondern einen Personenausweis.
    Bitte schön:
    http://www.virtuellesbrueckenhofmuseum.de/Personenausweis-Saal.jpg
    Da fällt mir gerade ein, ich hab doch schon von Reichsdeutschen gehört, sie seien keine Personen, sondern Menschen. Wäre dann nicht Menschenausweis die richtige Bezeichnung?

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