Was denn nun, liebe Volksbetrüger?

Dass Seiten wie Volksbetrug hauptsächlich darauf spezialisiert sind, Beiträge von anderen Webseiten zu spiegeln, ist nicht neu. Und natürlich werden die jeweiligen Artikel nur kurz überflogen, ob sie „ins Konzept“ passen. Da kann es dann halt auch vorkommen, dass an einem Tag 2 Beiträge übernommen werden, die sich widersprechen. So wie heute.

Unter der Überschrift „Ist denn jetzt schon Karneval?“ heißt es u.a.:

„[…]  In unseren Medien wird die Gasprinzessin als Ikone vom Maidan gefeiert. Beobachter, die dabei waren, bemerken, dass der Faschist Dimitri Jarosch, Chef des Rechten Sektors, der eigentliche Held war. […]“

Und was steht im Artikel „Jetzt geht’s los: Putin verlegt Truppen„? Das hier:

„[…] In den westlichen Massenmedien gab es in den letzten Tagen eine Welle falscher, fehlerhafter bzw. überzogener Berichte, welche die Bedeutung der extremen Rechten in den aktuellen Euromaidan-Protesten in der Ukraine in diesem oder jenem Maße überbetonen. Der Moskaukorrespondent Alec Luhn etwa schreibt in The Nation über „den Ukrainischen Nationalismus im Zentrum des ,Euromaidan‘“. Der linke Autor Seumas Milne behauptet im The Guardian, dass „in der Ukraine Faschisten, Oligarchen und westliche Expansion Kern der Krise sind“.
Der sich als „unabhängiger geopolitischer Analyst“ bezeichnende Eric Draitser versteigt sich in einem erschreckend irreführenden Beitrag auf seiner Website Stop Imperialism – später übernommen vom Center for Research on Globalization (Zentrum für Globalisierungsforschung) – gar zu der Behauptung, die „Gewalt in den Straßen der Ukraine […] ist das letzte Beispiel für den Aufstieg der heimtückischsten Form des Faschismus, die Europa seit dem Untergang des Dritten Reiches gesehen hat“.“
Diese und andere derartige Artikel sind nach einem ähnlichen Muster gestrickt. Ihr offensichtliches Ziel ist die Diskreditierung der Euromaidan-Proteste als Manifestierung von Faschismus und Neonazismus oder zumindest Rechtsextremismus. Alle politischen Massenaktionen in der Ukraine der vergangenen 25 Jahre waren von mehr oder minder weitgehenden Kompromittierungskampagnen betroffen und wurden beschuldigt, sie stünden im Zusammenhang mit der extremen Rechten. Nicht nur Volkserhebungen oder Bevölkerungsproteste, sondern auch andere ukrainische Großereignisse wurden diffamiert. […]“

(Hervorhebungen durch mich)

Ohne Worte!

 

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Eine Antwort zu Was denn nun, liebe Volksbetrüger?

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