Holger Fröhner im Interview – Eine Kritik

Holger Fröhner hat einem gewissen Hagen Grell ein Interview gegeben. Die beiden haben sich offensichtlich auf einer der Montags-Wahnmachen kennengelernt.Hier wurden ihm zwar auf den ersten Blick auch kritische Fragen gestellt, allerdings wurden seine Antwort nie hinterfragt, stattdessen hat der Stichwortgeber Interviewer sie regelmäßig mit Kommentaren wie „interessant oder „spannend“ kommentiert. Ansonsten blieben seine Aussagen unkommentiert. Fröhners Aussagen kann man aber nicht unkommentiert lassen, weshalb ich das an dieser Stelle tun werde.

Zunächst behauptet Fröhner, er könne nicht sagen, was Volksbetrug.net bewerbe,

„tatsächlich habe ich mit der Seite null zu tun.“

Das ist doch sehr unglaubwürdig. Schließlich lautet der Name der Homepage jahrhunderlüge.de (die unzweifelhaft Fröhner gehört) „Initiative für Demokratie und Rechtsstaalichkeit“ (abgekürzt: I.D.R.). Folgt man hier dem Link „Forum Leipzig“, dann landet man, oh Wunder, auf volksbetrug.net. Und wie ist das Forum der Volksbetrüger überschrieben? „volksbetrug.net – I.D.R. Deutschland“.

Fröhners Behauptung

„Das [dass Fröhner in Verbindung zu Volksbetrug steht] ist eine klare Falschbehauptung „

ist also nichts weiter, als dreist gelogen!

Anschließend wird Fröhner zur Reichsbürgerbewegung befragt. Er gibt an, er würde immer vor Reichsregierungen warnen, da diese nur finanzielle Absichten hätten. Das mag ja richtig sein, er wurde aber nicht nach Reichsregierungen, sondern Reichsbürgern gefragt. Und wenn man sich Fröhners Veröffentlichungen anschaut, dann sieht man, dass er ebenfalls finanziell von der Verbreitung von Reichsbürgerthesen profitiert. Er verbreitet unstreitig Reichsbürgerideologien. Er betont auch ausdrücklich, dass für ihn nicht die Anhänger der Reichsregierungen, sondern nur die Köpfe Spinner sind. Führt man diesen Gedanken konsequent zu Ende, dann folgt daraus, dass auch Fröhner ein Spinner ist. Dem kann ich zustimmen.

In seiner Erklärung der Reichsbürgerbewegung geht er auch nur auf die Reichsregierungen ein. Dass sich das nicht mit seiner Anschauung deckt, bezweifelt keiner. Aber ihre Ideologien und Ansichten teilt und verbreitet Fröhner. Und er bestreitet dies auch nicht. Er sagt explizit in dem Interview, dass seiner Meinung nach das Deutsche Reich noch existiert (gut, er behauptet dies sei auch die Meinung des Bundesverfassungsgerichts, aber das kennt man ja von Reichsdeppen).

Anschließend wird er zu 4 Lügen aus seinem Buch „Die Jahrhundertlüge“ befragt. Zunächst zu seiner Behauptung, in Artikel 43 der Haager Landkriegsordnung stünde, ein „Grundgesetz“ sei ein „Provisorium zur Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung in einem militärisch besetzten Gebiet für eine bestimmte Zeit“. Hier windet sich Fröhner etwas billig raus. Er sagt, das Buch sei ja „schon ein paar Jahre alt“ und er habe es „in einem anderen Kontext schreiben müssen“, was natürlich ziemlich lächerlich ist. Denn entweder, etwas steht in der Haager Landkriegsordnung, oder es steht nicht da. Steht es nicht da, ist die Behauptung, es stünde da, eine Lüge! Das ist unabhängig vom Alter des Buches und vom Kontext! Eine Lüge bleibt eine Lüge! Anschließend erklärt er (einigermaßen zutreffend) was wirklich in der Haager Landkriegsordnung steht, nämlich, dass der Besetzende alle von ihm abhängenden Vorkehrungen zu treffen hat, um nach Möglichkeit die öffentliche Ordnung und das öffentliche Leben wiederherzustellen und aufrechtzuerhalten, und zwar, soweit kein zwingendes Hindernis besteht, unter Beachtung der Landesgesetze. Danach schwurbelt er etwas umher. Er endet mit der Behauptung, durch das Grundgesetz hätten die Allierten dem Art. 43 HLKO entsprochen. Das ist natürlich Schwachsinn. Die allierten Militärgesetze (zb. SHAEF) hatten diese Funktion. Das Grundgesetz wurden uns nicht von den Allierten gegeben, es wurde durch diese lediglich genehmigt. Immerhin räumt er ganz zum Schluss ein, dass seine Behauptung in der Jahrhundertlüge gelogen ist. Allerdings versucht er die Lüge durch die Entstehungsgeschichte zu rechtfertigen. Alles ziemlich dünne, insbesondere seine Behauptung, sein „Zitat“ stände zwar nicht in der HLKO, würde aber den Sinn wiedergeben. Das ist insbesondere vor dem Hintergrund, dass Fröhners Behauptung gerne genutzt wird um zu belegen, dass das Grundgesetz keine Verfassung sei, total falsch. Dem Interviewer fallen diese Ungereimtheiten jedoch nicht auf. Entweder lässt er sich von Fröhners Geschwurbel einlullen, oder er will Jo Conrad als Stichwortgeber der Verschwörungstheoretiker Konkurrenz machen.

Als nächstes wird Fröhner zu seiner Behauptung befragt, im „„2 + 4 Vertrag“: Art. 2: stünde „Alle Rechte und Verpflichtungen der alliierten Behörden bleiben in jeder Hinsicht nach deutschem Recht in Kraft.“ und in Art. 4: „Alle Urteile und Entscheidungen der alliierten Behörden bleiben in jeder Hinsicht nach deutschem Recht rechtswirksam und rechtskräftig.““.

Hierzu sagt Fröhner, es gehöre zum 2+4-Vertrag, sei aber auf Gesetzesebene nachgeschoben worden. Das ist alleine vom logischen Gesichtspunkt her abstrus. Beim „2+4-Vertrag“ gab es, wie der Name schon sagt, 6 Vertragsparteien. Gesetze erlassen kann aber nur jede Vertragspartei einzeln und dann auch jeweils nur mit Bindungswirkung für sich selbst, nicht für die anderen. Einen bi- oder multilateralen Vertrag durch ein Gesetz zu ergänzen ist also ausgeschlossen, egal, was Herr Fröhner sich zurechtschwurbelt. Leider ist diese Logik für den Stichwortgeber offensichtlich zu hoch, er findet das Geschwurbel Fröhners „interessant“.

In Wahrheit handelt es sich aber auch weder um ein Gesetz, noch um ein Protokoll (wie von Fröhner behauptet) sondern um das „Übereinkommen zur Regelung bestimmter Fragen in bezug auf Berlin„, also einen multilateralen Vertrag. Dieser wurde zwar im Zusammenhang mit dem 2+4-Vertrag abgeschlossen, allerdings nur mit 4 Vertragsparteien (die Westallierten und die Bundesrepublik). Fröhners Behauptung, es handele sich um einen Teil des 2+4-Vertrags ist und bleibt eine Lüge! Bei seinem Geschwurbel, mit dem er diese Lüge erklären will, zeigt Fröhner aber wunderbar, dass er von Recht keinerlei Ahnung hat. Dies sollte man wissen (oder wie der selige Axel Stoll sagen würde „-muss man wissen!“), wenn man seine Werke liest. Auch ist seine Interpretation, durch das Berlinabkommen sei der 2+4-Vertrag „das Papier nicht wert, auf dem er steht“, zeigt sein juristisches Unverständnis, denn in Wahrheit ging es in dem Abkommen um folgendes:

„Da infolge der deutschen Wiedervereinigung und des Zwei-plus-Vier-Vertrages Deutschland als Ganzes – und somit auch Berlin – wieder souverän wurde, musste auch der Sonderstatus von Berlin enden. Allerdings wurde in dem Übereinkommen geregelt, dass Angelegenheiten, die die in Berlin stationierten Truppen der Westalliierten betrafen und die vor dem 3. Oktober 1990 eingetreten waren, nur eingeschränkt deutscher Gerichtsbarkeit unterliegen und Deutschland auch auf Entschädigungsansprüche für Handlungen oder Unterlassungen, die die Westalliierten vor der Wiedervereinigung begangen haben, verzichtet.“

Quelle: Wikipedia

Es ging also nicht darum, dass bzgl. der Besatzung Deutschlands „alles so bleibt, wie es war“.

Dass Fröhner konsequent von DEM Russen, DEM Amerikaner und DEM Franzosen spricht, lasse ich an dieser Stelle unkommentiert – es spricht für sich.

Kommen wir zur nächsten Lüge, mit der Fröhner konfrontiert wird. Fröhner bezieht sich auf § 187 Bundesbeamtengesetz, der aufgehoben wurde. Als Antwort kommt Fröhner mit der altbekannten reichsdeppischen Behauptung, das „Überblenden“, also das komplette Ändern des Inhalts eines Gesetzesartikels sei unzulässig. Hierfür gäbe es sogar Vorschriften. Leider sagt er nicht, welche Vorschriften er meint, von wem die Vorschriften stammen und welcher Art die Vorschriften sind. Stattdessen behauptet er, der Begriff der „Überblendung“ sei ein juristischer Fachbegriff. Sucht man bei Google nach „Überblendung“ und „Gesetze“ findet man jedoch (überraschenderweise) nur Staatsleugnerseiten…

Und in seiner Schwurbelei, dass in vielen Gesetzen auch zu BRD-Zeiten noch was von Reich und Kaiser stand, gibt er ein gutes Argument dafür, warum Gesetze bereingt werden: Um Hohlfritten und Staatsleugnern wie Fröhner nicht unnötig Munition zu liefern. Für ihn ist die Bereinigung allerdings (natürlich) ein Zeichen, dass man die Wahrheit (Fortbestand des deutschen Reiches mit allen Gesetzen) vertuschen will. Warum seine Behauptung, die „Überblendung“ führe zu Rechtschaos falsch ist, erklärt er selber an Hand des Art. 23 GG. Denn zwischen der alten Fassung (bis 1990) und der neuen Fassung (ab 1992) gab es eben eine lange Zeit, in der der Artikel „leer“ war. Und wenn man miteinander über Gesetze reden will, dann sollte man sich halt einigen, ob man über die aktuelle Fassung oder eine historische Fassung spricht. Ist man sich darüber einig, kommt es zu keiner Verwirrung. Nach Fröhners Logik wäre es ja nie möglich, einen Gesetzesartikel zu ändern. Man müsste also für jede Gesetzesänderung einen neuen Paragraphen einführen und den alten leer stehen lassen. Wieviel Paragraphen ein über einhundert Jahre altes Gesetz dann hätte, kann sich jeder selbst ausmalen…

Anschließend behauptet er, Berlin gehöre nachwievor nicht zur Bundesrepublik und deswegen gäbe es alle Ministerien doppelt (in Bonn und Berlin) und deswegen werde das Bundesgesetzblatt in Bonn herausgegeben. Dass es sich bei der Tatsache, dass verschiedene Bundesministerien noch Außenstellen in Bonn haben, um eine Kompensation für die durch den Wechsel des Regierungssitzes entfallenden Arbeitsplätze und (Steuer-)einnahmen handelt – darauf kommt Fröhner nicht. Für ihn ist alles ein Beweis dafür, dass Berlin in Wahrheit noch unter alliiertem Vorbehalt steht. Ein weiterer Beweis dafür, dass Fröhner das „Übereinkommen zur Regelung bestimmter Fragen in bezug auf Berlin“ ebensowenig verstanden hat, wie das „Berlin/Bonn Gesetz„.

Seine Behauptung, neugewählte Bundeskanzler müssten vor der Vereidigung zunächst zu den vier Siegermächten reisen, wo sie erklärt bekommen, „wo der Hase langläuft“, ist und bleibt gelogen und abstrus. Daran ändert es auch nichts, dass er (ohne Beleg) behauptet, Egon Bahr hätte ihn diesbezüglich bestätigt. Dies gilt insbesondere, da Bahr nicht von Antrittsbesuchen, sondern zu unterzeichnenden Briefen schreibt und das von der Zeit bis 1969. Selbst WENN es damals so gewesen sein sollte, hat sich die Situation seit 1990 doch gravierend geändert…

Auf den Vorwurf, er sei ein Verschwörungstheoretiker, der mit seinem Buch Geld machen wolle, entgegnet Fröhner, er veröffentliche seine Werke nur als Buch, weil Interessenten dies wollen, er stellt alles als freie PDF zur Verfügung. Er sieht sich als „Aufklärer“. Das mag so sein, es macht die Sache aber nur marginal besser, dass er mit seinen Lügen (angeblich) nicht auf Profit aus ist. Bleibt die Frage, warum er das Buch auf seiner Homepage bewirbt.

Im weiteren Verlauf versucht Fröhner sein Buch dadurch zu verteidigen, dass er anderthalb Jahre dafür recherchiert habe. Hier offenbart sich mal wieder, dass Qualität und Quantität zwei verschieden Dinge sind. Auch steht das etwas im Widerspruch zu seiner vorherigen Angabe, es seien in älteren Versionen des Buches inhaltliche Fehler enthalten, die er später korrigiert hat. So dolle kann es mit der Recherche dann ja nicht gewesen sein… Sollte es stimmen, dass er alle Verträge und Gesetze zur Thematik zwischen 1900 und 2005 gelesen hat (was ich bezweifle), so ändert dies nicht daran, dass er offensichtlich das Meiste davon nicht verstanden hat. Fröhner behauptet, er habe auch „fähige Anwälte“ das Buch lesen lassen und keiner habe ihm gesagt, dass sei völliger Schwachsinn. Entweder waren die Anwälte nicht wirklich fähig – oder sehr höflich. Anders kann ich mir das nicht erklären.

Im weiteren Verlauf des Interviews stilisert Fröhner sich zum politisch Verfolgten, der wegen seiner Veröffentlichungen von Ämtern in den Ruin getrieben werden soll und der wegen dieser 11 Tage in Untersuchungshaft saß. Leider versäumt es der Stichwortgeber, an dieser Stelle nachzuhaken, weshalb genau Fröhner in U-Haft saß. Es darf stark bezweifelt werden, dass das „Verbreiten schwachsinniger Thesen zum angeblichen Fortbestand des Deutschen Reiches und zur angeblichen Nichtstaatlichkeit der BRD“ der Haftgrund war. Für ihn ist das alles natürlich ein Beweis dafür, dass seine Thesen wahr sind, wenn „die Gegenseite zu solchen Mitteln greifen muss“. Offensichtlich sei sein Buch nicht so einfach zu widerlegen. Wenn Herr Fröhner das nächste Mal recherchiert, sollte er Schumachers „Vorwärts in die Vergangenheit“ lesen…

Interessant, dass Fröhner etwas zu seinen Informanten sagt. Seine Informationen bekommt er von irgendwelchen Leuten (Sommer, Honigmann, Fitzek?), die ihn auf Veranstaltungen ansprechen und von einem „hohen EU-Beamten im Gefängnis“ – kurz gesagt: von anderen Knallchargen und Kriminellen.

Auf die kriminelle Vereinigung „Deutsches Polizei Hilfswerk (DPHW)“, dessen Pressesprecher er für 3 Monate war, sagt Fröhner, er sei an der Gründung nicht beteiligt gewesen (die Behauptung, er sei Mitgründer gewesen stammt aus DPHW-freundlichen Kreisen), stattdessen hätten Ex-Polizisten (warum die wohl das EX haben?) dieses gegründet. Ebenfalls sei der damalige Landesvorsitzende der Polizeigewerkschaft Sachsen Mitgründer gewesen. Gemeint ist hier wohl Volker Schöne. Auch hier lügt Fröhner mal wieder, denn erstens war Schöne nur eines von mehreren Mitgliedern im Landesvorstand der DPolG Sachsen, zum anderen war Schöne nie Polizist, sondern lediglich Fördermitglied. Bekannt wurde Schöne dadurch, dass er das Märchen von der Ungültigkeit des OWiG auf der Homepage der DPolG Sachsen verbreitet hat. Dies dürfte auch zu seinem Ende als Mitglied im Landesvorstand geführt haben. Fakt ist: Schöne war niemals Polizist!

Unumwunden gibt Fröhner zu, dass das DPHW eine Bürgerwehr sein sollte. Angeblich sollte das DPHW auch über die legalen Möglichkeiten (Jedermannfestnahme) aufklären. Fröhner behauptet, Ziel sei es gewesen, dann die Polizei zu rufen und den festgenommenen Straftäter an diese zu übergeben. Die Realität sah etwas anders aus, auch wenn Fröhner die Geschichte (verständlicherweise) anders schildert. An dieser Stelle offenbart Fröhner dann erneut seine vollkommene juristische Ahnungslosigkeit. Auf die Frage, ob eine Festnahme durch Nichtpolizisten denn zulässig sei, antwortet er:

„Es ist tatsächlich so, dass das BGB das hergibt.“

NEIN! Das Jedermannsrecht zur Festnahme ergibt sich aus § 127 StPO!

Als Beweis dafür, dass die Angaben des Gerichtsvollziehers über die Aktion in Bärwalde nicht stimmen kann (er sei gefesselt worden), nennt Fröhner die Tatsache, dass ja auch der Gerichtsvollzieher die Polizei gerufen habe. Dass er das VOR der Fesselung getan haben könnte, weil er seine Pappenheimer kennt und wusste, dass er bei Reichsdeppen ohne Polizeiunterstützung schlechte Karten hat, auf die Idee kommt Fröhner nicht…

Und natürlich will die Systempresse (hier der MDR) nicht die Wahrheit senden, sondern die Aufklärer dumm dastehen lassen, weil das System ja solche Angst vor Kaspern wie Fröhner hat. Sollte das stimmen, dann gehört der Stichwortgeber wohl auch zum bösen System, schließlich sorgt er durch sein Interview auch dafür (wie ich hier darlege), dass Fröhner dumm dasteht. Das könnte natürlich auch einfach daran liegen, dass Fröhner dumm ist…

Laut Fröhner gab es beim DPHW keinen, der

„neben der Spur lief.“

Fraglich, welche Spur er da meint…

Ausgetreten aus dem DPHW ist Fröhner, als das Ermittlungsverfahren wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung begann. Er konnte nicht unterstützen, dass der Vorstand hier nichts getan hat, um seine Mitglieder zu schützen. Man könnte allerdings den Eindruck gewinnen, Fröhner verließ das sinkende Schiff, weil er die Hosen randvoll hatte. Märtyrer sein ist nichts für Typen wie Fröhner…

Interessant könnte Fröhners nächstes Buch werden, denn darin will er endlich Beweise für das Märchen von den Bezahlschreibern vorlegen:

„Wir wissen zum Beispiel auch, das werde ich im nächsten Buch allerdings wirklich belegen können, dass es Foren gibt, wo Staatsdiener -also es gibt Frühschicht, Mittagsschicht und dann Nachtschicht anscheinend – am Rechner sitzen und in irgendwelchen Foren Profile anlegen, unter irgendwelchen ganz normalen, spezifischen privaten Namen, und dann irgendwas kommentieren. Und das aber sind tatsächlich keine Leute, die das von sich aus tun, sondern bezahlte Schreiberling. Und das ist mir gelungen – na gut, nicht mir persönlich, sondern auch Leute, die ich kenne – solche Server auszulesen, weil die darin richtig fähig sind. Und konnten herausfinden – mit Screenshots – wo die Rechner stehen und was die dann gepostet haben. Und da schließt sich der Kreis, dass es also schon Leute gibt, die in solchen Foren schreiben.“

Natürlich stellt sich die Frage, warum Fröhner diese brisante Information nicht jetzt veröffentlicht, sondern erst in seinem nächsten Buch. Die Verkaufszahlen seines Buches zu fördern, kann ja nicht der Grund sein, der selbstlose Holger hat ja keine Gewinnabsichten…

Man darf auf jeden Fall gespannt sein. Ich befürchte allerdings, dass es sich bei seinen „Leuten, die er kennt“, um die Volksbetrüger handelt (die er ja nicht kennt). Diese sind ja der Meinung, immer wieder mal einen solchen Bezahlschreiber gefunden zu haben. Der Haken an der Sache – es stimmt nicht! Woher ich das so genau weiß? Weil ich nach Meinung der Volksbetrüger ein solcher Bezahlschreiber bin, ich aber (leider) nicht für meinen Blog bezahlt werde.

Okay, in gewisser Weise kann ich die Staatsleugner und Reichsdeppen ja verstehen, dass sie sich nicht vorstellen können, dass sich jemand freiwillig ernsthaft mit ihrem Müll auseinandersetzt, ohne dafür bezahlt zu werden…

Im Rest des Interviews geht es um die neuen Monatgsdemos, auch bekannt als Wahnmachen. Wenn ich Zeit und Lust finde (oder für Holger: Wenn mein nächster Scheck kommt), werde ich mich eventuell auch damit auseinandersetzen.

 

Ich denke aber, aus der obigen Rezension geht deutlich genug hervor, was Holger Fröhner ist:

Ein Lügner, der von Jura keine Ahnung hat, sich selbst aber für einen der wenigen hält, der die Rechtslage Deutschlands durchschaut.

 

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4 Antworten zu Holger Fröhner im Interview – Eine Kritik

  1. kairo schreibt:

    „Fröhner bezieht sich auf § 187 Bundesbeamtengesetz, der aufgehoben wurde. Als Antwort kommt Fröhner mit der altbekannten reichsdeppischen Behauptung, das “Überblenden”, also das komplette Ändern des Inhalts eines Gesetzesartikels sei unzulässig.“

    Ja, unsere Kundschaft behauptet ja immer, die Bundesrepublik sei nicht befugt, Reichsrecht zu ändern. Nun stammt das BBG aber von 1953. Und dass die Bundesrepublik ihre eigenen Gesetze (also die aus der Zeit ab 1949) ändern darf, dürfte nicht mal ein Volljurist wie Fröhner bestreiten. Ein Blick ins Gesetzbuch erleichtert die Rechtsfindung, da steht nämlich auch, von wann das Gesetz ist …

  2. Patrick Lassan schreibt:

    Gemeint ist wahrscheinlich § 185 BBG, dort stand mal, was als Reichsgebiet i.S.d. BBG anzusehen war. Wichtig war das nur für Beamte, die ihren Dienst schon vor Ende des 2. WK angetreten hatten.

  3. reichling schreibt:

    Ich bin durch Zufall auf den Zusammenhang zwischen Holger Fröhner und Volksbetrug.net gestoßen. Fast schon von Anfang an verfolge ich die Diskussionen im Forum Volksbetrug.net. Einer der Moderatoren dort ist VNV Nation, den ich schon um 2006 herum als Halbgott in anderen Foren kennengelernt hatte. Er war ursprünglich Anhänger der IPD unter Edgar Romano Ludowici.

    VNV Nation (Name und Adresse sind mir bekannt) behauptete mehrmals, ein Willi Mayer, der den Blog reichling.wordpress.com betreibt, sei in Wirklichkeit nicht der, als den er sich ausgibt, sondern würde bei einer Abteilung des Berliner Staatsschutzes in der Lennéstraße in Berlin arbeiten. Zwischendurch ist er sogar zum Leiter einer Gruppe von 15 Mann heraufgestuft worden, deren Aufgabe es sei, die BRD im Internet zu verteidigen.

    Ich fragte mich lange, wie er auf diesen Stuss kommt. Aber er trug es mit einer solchen Überzeugung vor, dass ich schon drauf und dran war, mich beim Innensenator in Berlin nach den ausstehenden Dienstbezügen zu erkundigen.

    Dann fiel mir die PDF-Version eines Buches von Holger Fröhner in die Hände: Hinter den Kulissen.

    Dort findet sich ein Kapitel „Diener der Lügen“. In diesem Kapitel rechnet er mit seinen Widersachern ab, und er nennt besonders Frank Schmidt, Betreiber der KRR-FAQ, und mich. Mein Name ist zwar etwas falsch geschrieben,was bei meinem Familiennamen kein Wunder ist, findet man ihn doch in verschiedenen Schreibweisen.

    Angeblich verfüge ich über ein Wissen, dass ich als Rentner unmöglich haben könnte. Und irgendwie hat er herausgefunden, dass Kabel Deutschland, der auch mein Internetprovider ist, dem Staatsschutzin Berlin 40 VIP- IP-Adressen, verteilt auf ganz Deutschland, zur Verfügung gestellt hat, damit sie sich anonym in Foren einloggen können.

    Und dann schrieb er im Zusammenhang mit Frank Schmidt und mir: Schönen Gruß in die Lennéstraße.

    Auch ansonsten ist mir aufgefallen, dass die politische Richtung bei Volksbetrug sich exakt an die Vorgaben von Fröhner hält. Wenn er mal in einer Neuauflage eines seiner Bücher seine meinung geändert hatte, weil sie nicht mehr haltbar war, wurde diese Meinungsänderung auch im Forum vollzogen.

    Der Link auf seiner Seite Jahrhundertlüge.de war Anfangs auch nicht mit „Forum Leipzig“ betitelt, sondern mit „Forum IDR“.

    Aber mit Volksbetrug hat Holger Fröhner ja nichts am Hut.

    Bei Youtube hat Fröhner einen Kanal. Und auf diesem Kanal konnte ich im Diskussionsbereich einen Beitrag lesen: Gruß vom IDR Leipzig.

    Der Beitrag war von Deutschland1939, dem Youtubekanal von VNV Nation.

    Aber Holger Fröhner hat mit denen nix am Hut. Er ist eben der Jahrhundertlügner.

  4. kairo schreibt:

    Jawohl, es gibt sie, die Behörden, in denen nach Dienstplan getrollt wird:

    http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/russische-trollfabrik-eine-insiderin-berichtet-a-1036139.html

    Aber das ist ein alter Hut. Vom Sonnenstaatland lernen heißt siegen lernen.

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