Das Porto und das KRD – Neues in Sachen Briefporto für 4 cent

Wie auf (fast) jeden Reichsdeppenkram, ist man auch auf die Portolüge im Königreich Deutschland angesprungen.

Und auch dort liefert man gleich genug Gegenbeweise für die eigene „These“, die natürlich ignoriert oder zurechtgebogen werden.

Nachdem im Forum des Königreiches zunächst die These vorgestellt wurde und erste „Erfolgsmeldungen“ erschienen, berichtet am 16.08.2014 der Forenuser Jens, dass ihn ein (offensichtlich durch den Absender) nachfrankierter Brief erreicht. Bei Forenuser André war es das Gleiche.

Bei Forenuser Daniel musste die Oma 1,90 Euro nachzahlen.

Wer jetzt denkt, damit wäre das Thema erledigt, da ja nun offensichtlich ist, dass meine These eher zutrifft, als die Deppenthese, der irrt sich.

Für Forenuser Dennis ist die Oma schuld, weil diese sich einschüchtern ließ.

Es wurde auch ein Video gepostet, aus dem sich ebenfalls ergibt, dass die Masche mit den unterfrankierten Briefen nicht immer zieht. In dem Video erklärt der Sprecher wunderbar, was mit der Gebührenfreiheit für Kriegsgefangene gemeint ist. Leider geht er am entscheidenden Punkt vorbei. Es gibt in Deutschland keine Kriegsgefangenen. Da kann er nochsoviele Leute anrufen. Und dass nicht jeder Gesprächspartner jede Schwachsinnsthese kennt, beweist nicht, dass die These daher wahr wäre. Seine Diskussion darüber, ob jetzt Kriegsgefangene direkt oder nur indirekt ihre Post verschicken dürfen, ist doch völlig ohne Belang. Die Flachschippe ist kein Kriegsgefangener.

Und auch der Hinweis von Forenuser Degeerd, dass die Deutsche Post meine Annahme bestätigt hat, verhallt ungehört…

 

Nachtrag: User Dergeerd legt nochmal nach. Ihn erreichte ein brief, für den er Nachporto zahlen sollte. Da er dies verweigerte, ging der Brief zurück. Und was macht der User? Erkennt er, dass er Lügnern auf den leim gegangen ist? Nein! Er schwurbelt was von eckigen Klammern und Postversendung vom Inland (Deutsches Reich) ins Ausland (BRD) …

Wenn jemand Daten von naiven Bürgern braucht, die man nach Strich und Faden verarschen und abzocken kann – er sollte die Datenbank des KRD hacken…

 

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4 Antworten zu Das Porto und das KRD – Neues in Sachen Briefporto für 4 cent

  1. Benjamin schreibt:

    Im Übrigen dürften die Portodeppen durch das aggressive Bewerben ihrer Thesen nebst Bericht in der Bild-Zeitung auch die Erfolgaussichten dieser Briefe deutlich geschmälert haben. Ich gehe davon aus, dass die Zahl der unter- oder nichtfrankierten Sendungen in der letzten Zeit deutlich gestiegen ist, sodass sich die Post höchstwahrscheinlich dazu gezwungen sah, bei ihren Zustellern darauf zu drängen, dass diese das Nachporto konsequent einziehen, auch wenn es betriebswirtschaftlich nicht immer sinnvoll ist.

    • Eisenfresser schreibt:

      Davon ist auszugehen, so hatte ich es auch bereits in meinem ersten Beitrag prognostiziert. Erstaunlich ist, wie weit verbreitet das Thema ist, sogar bis in die BamS sind sie gekommen. Die Zugriffszahlen auf meinen Blog sind seit meinem ersten Beitrag hierzu enorm angestiegen, die Beiträge zum Thema Porto sind Top-Beiträge.

  2. Patrick Lassan schreibt:

    Oberschwurbler Manuel hat naürlich auch noch etwas beizutragen:
    „Die eckigen Klammern bedeuten lediglich, dass etwas ausgeklammert wird, also nicht Teil der eigentlichen Information ist. Die PLZ wird damit vom Ort separiert, um genau das deutlich zu machen, was du beschreibst. Aus Sicht der Post kann dieser das völlig egal sein, da sie sich im Handelsrecht bewegt und eine ausgeklammerte PLZ nichts an ihrem vertraglich vereinbarten Auftrag ändert. Selbst wenn hier noch ein Gesetz aus Kaiserzeiten gelten würde – was ich mal stark bezweifle – bei der Post gibt es mit Sicherheit keinen „Handlungsleitfaden“, in dem steht: Wenn eckige Klammern, dann bitte Gesetz von 1923 beachten. Das ergibt keinen Sinn, da wie gesagt alles im Handelsrecht passiert und kein Staat mehr involviert ist.“

    Was er mit dem ‚Gesetz von 1923‘ meint, wird wohl sein Geheimnis bleiben. Den Weltpostvertrag kann er ja wohl nicht meinen.

    Der ersten Hälfte des letzten Satz stimme ich allerdings zu: „Das ergibt keinen Sinn.“

  3. kairo schreibt:

    Die eckigen Klammern bedeuten geringfügig mehr Arbeit für die automatischen Lesegeräte, mit denen die Adressen erfasst werden, mehr nicht. Sie stören so gut wie gar nicht.

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