Xavier Naidoo, die BILD und die JOH – Ein Brief an Markus Tolksdorf (Teil 2)

Herr Tolksdorf hat auf meinen Brief geantwortet:

Gesendet: Freitag, 17. Oktober 2014 um 14:52 Uhr
Von: markus_joh@web.de
An: „Oliver Gottwald“ <eisenfrass@gmx.de>
Betreff: Aw: Ihr Brief an den Axel Springer Verlag

 

 Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen.

Zunächst darf ich die Titel offiziell nutzen, wäre dem nicht so würden mich die sogenannten Richterschaften und Staatsanwaltschaften nicht mit Titel anschreiben…aber das nur so am Rande.
Ich habe Landgut erworben, eine Urkunde dazu liegt vor und deswegen ist auch der Titel Laird völlig legitim und darf offiziell genutzt werden…auch das nur am Rande.
 
Es ist falsch verstanden, wenn man die Amerikaner im Allgemeinen als „bösen Besatzerstaat“ versteht…was eben ein Ziel sein sollte ist, dass die Militärbasen und Geheimdienststützpunkte aus diesem Gebiet raus sollen…auch die der Engländer, selbstverständlich.
 
Urlauber, Geschäftsleute und alle die sich hier heimisch niederlassen wollen sind herzlich Willkommen, das steht völlig außer Frage!
 
Keines der genannten Daten lässt die „BRD“ als Staat erkennen, die „BRD“ ist also niemals als Staat gegründet worden und somit ist es auch kein Staat laut Völkerrecht. Da nützen mir nun die Daten von 1600 – sonst irgendwann nicht viel…die „BRD“ ist nicht Deutschland und das steht ja nun schon im Artikel 116 des Grundgesetzes. Wer ist Deutscher?
 
Da steht nichts von der BRD sondern etwas vom Deutschen Reich und den Grenzen vom 31. Dezember 1937.
 
Einen Beitritt kann es nicht gegeben haben, da die „BRD“ kein Staatsgebiet hat, es ist ein Wirtschaftsgebiet und es ist die Finanzverwaltung (seit 1990 eine GmbH) der alliieerten Siegermächte ohne jegliche Befugnis.
 
Es ist falsch, dass die sogenannten neuen Bundesländer am 03.10.1990 gegründet wurden, woher haben Sie dieses Datum?
 
Etwas, das mit dem Grundgesetz nicht vereinbar ist, ist juristisch in Gänze unwirksam. Wann wurde denn irgendwas daran geändert?
 
Was setzt das Amt eines Politikers bei uns voraus? Zumindest müssen es Deutsche Staatsbürger sein. Was steht dazu im Grundgesetz? Das sollte man mal lesen und dann nicht interpretieren sondern so lesen wie es dort steht…seit wann werden Gesetze denn so verstanden wie man es will…Gesetze sind so geschrieben, im Normalfall zumindest, dass eine Interpretation oder ein Missverstehen nicht möglich ist. Ist das in der BRD etwa anders?
 
Beamte müssen Beamte nach dem Beamtenrecht sein und um hoheitliche Handlungen durchführen zu können ist der AMTSausweis tatsächlich erforderlich…wie auch eine Bestallung und Vereidigung. Auf welchen Staat sind denn diese Personen vereidigt?
 
Die GmbH kann der BRD nicht gehören, da wir weiterhin besetztes Gebiet sind und alles in diesem Gebiet ist unter Beschlagnahme.
 
Wie Ihnen sicherlich bekannt ist, darf das Existenzminimum nicht unterschritten werden (warum heißt es auch sonst Existenzminimum), bei Sanktionen durch die Firma „Jobcenter“ geschieht aber genau das…das muss man nicht beweisen, dazu muss man nur mal mit geöffneten Augen durchs Leben gehen.
 
Laut Personalausweisgesetz muss da Fmilienname stehen und nicht Name. Wenn das Wort Name ausreichend wäre, würde es im Gesetz so stehen. Das die Großbuchstaben der besseren Lesbarkeit dienen sollen, ist eine Lüge. In meinem Ausweis steht alles in Kleinschrift, weder die Angestellten der Firma „Polizei“ nocht die Angestellten der Firma „Landeshauptstadt Kiel – Abteilung Grundsicherung“ hatten Schwierigkeiten irgendwas zu lesen.
 
Artikel 116 GG…was steht da bitte?
 
Wie kann der Bundestag und der Bundesrat gesetzgeberisch tätig sein, wenn wir nicht einmal den Staat BRD haben?
 
Wie definieren Sie denn Nazi?
 
Schreiben ohne eigenhändige Unterschrift sind keine Willenserklärung und können auch keine Fristen oder Bindungen rechtskräftig geben.
Die Antwort ist doch einfach 🙂
 
Zur Schriftform gehört grundsätzlich die eigenhändige Unterschrift (cf. z. B. Urteil vom 6.Dezember 1988 BVerwG 9 C 40.87; BVerwG 81, 32 Beschluss vom 27.Januar 2003; BVerwG 1 B 92.02 NJW 2003, 1544). Zwar hat der gemeinsame Senat der obersten Gerichtshöfe des Bundes entschieden, dass bei Übermittlungen bestimmter Schriftsätze auf elektronischen Wege dem gesetzlichen Schriftformerfordernis unter bestimmten Voraussetzungen auch ohne eigenhändige Unterschrift genüge ist (Beschluss vom 5. April 2000 GmS-OBG 1/98 Buchholz 310 § 81 VwGO Nr. 15); dies gilt aber nur in den Fällen, in denen aus technischen Gründen die Beifügung einer eigenhändigen Unterschrift unmöglich ist und nicht für die durch normale Briefpost übermittelten Schriftsätze, deren Unterzeichnung möglich und zumutbar ist (vgl. BFH, Urteil vom 10. Juli 2002 VII B 6/02 BFH/NV 2002, 1597; Beschluss vom 27. Januar 2003 BVerwG 1 B 92.02 a.a.O.).
 
Wenn die Urteile der höchsten Gerichte nicht mit Füßen getreten werden, warum werden denn immer wieder die Legitimationen von „Beamten“ und „Richterschaften“ verweigert?
 
Ich weiß nicht wo Sie Ihre Informationen herhaben aber eines weiß ich gennau…das Gegenteil dessen was ich Behaupte sind nicht gegeben und meine Fragen wurden nicht wirklich beantwortet. Sie haben nur versucht, mich als dumm darzustellen…kein Problem, damit kann ich leben.
 
Meine Fragen müssten ganz klare Antworten haben und nicht mit Gegenfragen und Vermutungen beantwortet werden.
Das muss einfach so gehen:
 
Artikel X GG beantwortet Frage 1
§ X des Gesetzes XY beantwortet die Frage der Staatsgründung.
 
Das wären Antworten wo ich sage…das ist nicht schwammig.
 
Jetzt aber noch einmal etwas am rande:
Wie kann man ein Gebiet als souveränen Staat bezeichnen, indem Fremdmilitär dauerhaft untergebracht ist?
Wie kann man ein Gebiet als souveränen Staat bezeichnen, indem es Vorschriften der Bewaffnung für Verteidigungszwecke gibt?
Nun kommen Sie bitte nicht mit „teilsouverän“…Ein Staat ist entweder souverän oder nicht. Ein Mensch ist auch nicht teilkrank, er ist Gesund oder eben nicht…eine teilschwangere Frau habe ich auch noch nicht gesehen…sie ist schwanger oder eben nicht.
 
Und keine Sorge…ich bin weder rechts noch links…ich halte nichts von dieser Richtungspropaganda…ganz gleich wo auf dieser Welt man geboren wird, alle kommen nackt auf die Welt und wenn das Herz eines Menschen nicht mehr schlägt…scheißegal wo auf dieser Welt dieser Mensch sich befindet, scheißegal ob gelb, schwarz, braun, weiß, lila, oder grün…er ist dann tod.
Wir bluten alle rot.
 
Ich bedanke mich für den Versuch, mir meine Fragen zu beantworten…natürlich kommt da nicht von der Presse…dazu ist die Pressefreiheit eben zu sehr eingeschränkt 😉 Was für eine Freiheit das dann auch immer sein soll, Sie scheinen ja daranb zu glauben und das ist auch völlig okay…man muss aber auch mal Zweifel anderer Menschen zulassen und diese nicht gleich versuchen in irgendeine Ecke zu drängen.
 
Lieben Gruß“
 Und natürlich habe auch ich ihm geantwortet:
 
Sehr geehrter Herr Tolksdorf, 
wenn Sie aus der Verabschiedung des Grundgesetzes keine Staatlichkeit der Bundesrepublik Deutschland herleiten können, dann liegt das an Ihnen, nicht aber an den Daten und Fakten.
 
Und wenn es bei Ihnen schon an so einfachen Dingen scheitert, sollten Sie nicht versuchen, Gesetze zu interpretieren, das kann nur schief gehen. Das sieht man sehr gut an Ihrem fehlenden Verständnis des Artikels 116 GG. Sie schreiben:
„die „BRD“ ist nicht Deutschland und das steht ja nun schon im Artikel 116 des Grundgesetzes. Wer ist Deutscher? 
Da steht nichts von der BRD sondern etwas vom Deutschen Reich und den Grenzen vom 31. Dezember 1937.“
Was steht denn  genau in Artikel 116 GG? Das hier: „Art 116
(1) Deutscher im Sinne dieses Grundgesetzes ist vorbehaltlich anderweitiger gesetzlicher Regelung, wer die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt oder als Flüchtling oder Vertriebener deutscher Volkszugehörigkeit oder als dessen Ehegatte oder Abkömmling in dem Gebiete des Deutschen Reiches nach dem Stande vom 31. Dezember 1937 Aufnahme gefunden hat.“
Da steht also zunächst mal, dass Deutscher im Sinne des Grundgesetzes derjenige ist, der die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt. Und diese ist im StAG geregelt. Und in dem steht nichts von irgendwelchen Grenzen, da die Staatsangehörigkeit als jus sanguinis durch die Abstammung geregelt wird. Daneben gibt es noch die Einbürgerung. Sie haben allerdings Recht, im Artikel 116 GG ist ja tatsächlich von den Grenzen des Deutschen Reiches  vom 31.12.1937 die Rede. Hier handelt es sich um eine Regelung, die ausdrücklich für Flüchtlinge und Vertriebene gilt. Es handelt sich um die sogenannten „Statusdeutschen“, die ohne deutsche Staatsangehörige zu sein Deutsche im Sinne des Grundgesetzes sind. Im Grundgesetz steht also nicht, dass die BRD nicht Deutschland ist, sondern, dass es neben den deutschen Staatsgehörigen noch andere gibt, die „Deutsche im Sinne des Grundgesetzes“ sind.
 
Ihr fehlendes Rechtsverständnis zeigt sich auch in Ihrer Behauptung „Etwas, das mit dem Grundgesetz nicht vereinbar ist, ist juristisch in Gänze unwirksam.“ Das ist einfach falsch.
 
In Ihrem Brief an den Axel-Springer-Verlag haben Sie nach den Gründungsdaten der deutschen Bundesländern gefragt, weshalb ich davon ausging, Sie würden diese nicht kennen. Ich habe Ihnen daher die Daten genannt. Nun behaupten Sie, es sei falsch, dass die „neuen Bundesländer“ am 03.10.1990 gegründet worden seien. Allerdings nennen Sie weder das Ihrer Meinung nach richtige Datum, noch begründen Sie ihre Einschätzung, das von mir genannte Datum sei falsch. Was denn jetzt? Wissen Sie (oder glauben Sie zu wissen), wann die Länder gegründet wurden, oder nicht? Gerne teile ich Ihnen mit, woher ich das Gründungsdatum habe. Das Datum ergibt sich aus Art. 1 Einigungsvertrag i . V. m. Anlage II Kapitel II Abschnitt II des Einigungsvertrags und dem Ländereinführungsgesetz.
 
Weiter schreiben Sie: „Was setzt das Amt eines Politikers bei uns voraus? Zumindest müssen es Deutsche Staatsbürger sein. Was steht dazu im Grundgesetz?“
 Ja, was steht denn dazu im Grundgesetz? Nichts! Denn man kann auch Politiker sein, ohne deutscher Staatsbürger zu sein. Man kann sogar Abgeordneter sein, ohne deutscher Staatsbürger zu sein.
 
Sie behaupten, um hoheitliche Handlungen durchzuführen, sei ein Amtsausweis erforderlich. Können Sie das belegen? Woraus ergibt sich das? In welchem Gesetz steht das? Wann gab es in Deutschland jemals Amtsausweise? Sie haben eine sehr sonderbare Art des Austausches. Sie stellen zunächst Fragen, wenn diese dann beantwortet werden, behaupten Sie einfach, die Antworten seien falsch. Da stellen sich doch zwei Fragen: Wenn Sie offensichtlich der Meinung sind, die Antworten auf Ihre Fragen schon zu kennen, warum stellen Sie diese Fragen? Und wenn Sie der Meinung sind, meine Antworten seien falsch, warum belegen Sie dies nicht?
 
Belegen Sie doch zum Beispiel mal Ihre Behauptung, Deutschland sei besetzes Gebiet und alles in Deutschland sei beschlagnahmt. Können Sie nicht – weil es nicht stimmt.
 
Im Personalaiusweisgesetz steht, dass im Ausweis der Familienname stehen muss. Da steht nicht, dass er im Ausweis auch als Familienname bezeichnet sein muss. Nochmal: Ihr Familienname ist Tolksdorf. In Ihrem Ausweis steht „Name: Tolksdorf“. Steht dann Ihr Familienname im Ausweis? Im Übrigen ergibt sich dies und auch die Großschreibung des Namens auch aus der Personalausweisverordnung.
 
Ich weiß zwar nicht, warum Sie mich fragen, aber Nazi definiere ich als Anhänger des Nationalsozialismus.
 
Sie meinen, weil in bestimmten Fällen eine Unterschrift erforderlich wäre, wäre dies grundsätzlich so und alle Schreiben ohne Unterschrift unwirksam. Das ist aber falsch. In vielen Fällen ist in der Tat durch Gesetz oder Rechtsprechung das Erfordernis der eigenhändigen Unterschrift gegeben, aber eben nicht IMMER.
 
Zu Ihrem „Satz“:
„Ich weiß nicht wo Sie Ihre Informationen herhaben aber eines weiß ich gennau…das Gegenteil dessen was ich Behaupte sind nicht gegeben und meine Fragen wurden nicht wirklich beantwortet. Sie haben nur versucht, mich als dumm darzustellen…kein Problem, damit kann ich leben.“
nur soviel:
1. Meine Informationen habe ich aus verscheidenen Quellen. Da wäre zum Beispiel mein Studium, Gesetzestexte, Rechtsprechung, juristische Fachliteratur, diverse Aufklärungsseiten zum Thema „Reichsbürger“, Wikipedia und Lexika,…
2. Sie beherrschen die deutsche Sprache so gut, wie Sie Gesetze verstehen
3. Ihre Fragen wurden beantwortet, auch wenn Sie nicht in der Lage sind, die Antworten zu verstehen oder nicht gewillt sind, sie zu akzeptieren.
4. Ich versuche nicht, Sie als dumm darzustellen – das schaffen Sie sehr gut ohne Hilfe
 
Meine Gegenfragen und Vermutungen haben Ihren Ursprung darin, dass Sie Ihre Fragen unklar und schon mit Fehlern formuliert haben. Und leider ist die Wirklichkeit nicht so zweidimensional, wie Ihr Weltbild. Es mag für Sie schwer zu verstehen sein, aber das hier:
 
„Das muss einfach so gehen:
Artikel X GG beantwortet Frage 1
§ X des Gesetzes XY beantwortet die Frage der Staatsgründung.“
 
funktionert so einfach nicht. Wenn das so einfach wäre, bräuchte es ja kein Jurastudium, oder? Es würde aber auch nichts nützen, da Sie ja scheinbar Gesetze nicht verstehen (siehe Artikel 116 GG).
 
 
Nun zu Ihren neuen Fragen:
 
 “ Wie kann man ein Gebiet als souveränen Staat bezeichnen, indem Fremdmilitär dauerhaft untergebracht ist?“
 
Ob ein Staat souverän ist, oder nicht, hängt doch nicht davon ab, ob auf seinem Staatsgebiet fremdes Militär stationiert ist. Es ist eben auch Ausdruck einer Souveränität, dass ein Staat mit anderen Staaten Vereinbarungen abschließen kann. Und diese Vereinbarungen können eben auch die Stationierung von Militär betrffen. Oder wolle Sie ernsthaft die Souveränität der USA, Islands, Lettlands, Kanadas, Frankriech oder der Türkei (um nur die Länder zu nennen, in denen deutsche Soldaten stationiert sind oder waren) bezweifeln?
 
„Wie kann man ein Gebiet als souveränen Staat bezeichnen, indem es Vorschriften der Bewaffnung für Verteidigungszwecke gibt?“
 
Ich weiß, Sie mögen keine Gegenfragen, aber: Häh? Oder: Wie meinen? Was verstehen Sie unter „Vorschriften der Bewaffnung für Verteidigungszwecke“? Gibt es solche Vorschriften nicht in jedem Staat, der eine Armee hat?
 
Erlauben Sie mir noch einen Hinweis: Dass Ihr Brief durch den Axel-Springer-Verlag nicht beantwortet werden wird, hat nichts mit Pressefreiheit zu tun. Es gehört einfach nicht zur Azfgabe eines Zeitungsverlages, die individuellen Bildungslücken seiner Leser zu schließen.
 
Mit freundlichen Grüßen
 
 
Oliver Gottwald
 
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61 Antworten zu Xavier Naidoo, die BILD und die JOH – Ein Brief an Markus Tolksdorf (Teil 2)

  1. Großwesir schreibt:

    Gute Antwort, aber der Nullblicker will und kann das (vermutlich nie) nicht begreifen. Wer glaubt durch den Titelkauf eines Laird und eines Dr.h.c. (beides wertlos und unbedeutend) sich Geltung verschaffen zu können, dem ist nicht zu helfen.

  2. Benjamin schreibt:

    Da hast du ja wieder was angefangen… ich wünsche dir starke Nerven.

    Ich find’s ja manchmal auch ganz lustig, mit den Deppen rumzustreiten, aber lange halt ich das nicht durch. Ich bin es beruflich gewohnt, zu diskutieren, aber das ist eine ganz andere Art von Diskussion. Mit so einem unreflektierten Thesenrepetiergewehr, das es aus seinen Kreisen nicht gewohnt ist, auf Gegenmeinungen einzugehen und diese sachorientiert anzugreifen, kann man auf Dauer nicht diskutieren, ohne aggressiv zu werden.

  3. NoName schreibt:

    „Es gehört einfach nicht zur Azfgabe eines Zeitungsverlages, die individuellen Bildungslücken seiner Leser zu schließen.“

    Genau das zeigt sich auch am Erfolgsprodukt des Axel-Springer Verlages. (Zur Pressefreiheit gehört im Übrigen wohl auch die Freiheit, nicht zu antworten.)

    • Tofkas01 schreibt:

      Vor 40 Jahren war es manchmal üblich, bei Fragen die Redaktion einer Zeitung anzurufen. In Günther Wallraffs Bildzeitungsreportage erzählt er, wie ein Bildleser ihn anruft und fragt, wie ein Wort richtig geschrieben werden muss. Wahrscheinlich suchen die Leute irgend eine Autorität an die sie sich stützen können.

  4. Barba schreibt:

    Herrlich…

    „Was steht dazu im Grundgesetz? Das sollte man mal lesen und dann nicht interpretieren sondern so lesen wie es dort steht…seit wann werden Gesetze denn so verstanden wie man es will…Gesetze sind so geschrieben, im Normalfall zumindest, dass eine Interpretation oder ein Missverstehen nicht möglich ist.

    Das ist ein Naturtalent. Von dem würde ich mir mal gerne § 242 BGB erklären lassen.
    Ich stelle mir da so eine Art Free-Jazz mit Worten vor…

    • Klappspaten-Bräu schreibt:

      „Beamte müssen Beamte nach dem Beamtenrecht sein und um hoheitliche Handlungen durchführen zu können ist der AMTSausweis tatsächlich erforderlich…wie auch eine Bestallung und Vereidigung. Auf welchen Staat sind denn diese Personen vereidigt?“

      Oh Herr Gottwald, na da haben Sie sich aber wieder nen fetten Fisch gefangen. Aber ich möchte Sie an dieser Stelle Fragen:

      Item 1: Sind Sie ein Haupt- oder Nebenberuflicher Schmie… Autor bei der redlichen Zeitschrift „Titanic“?
      Item 2: Hatten Sie nicht schon der Frau Ute versucht darzulegen, was es mit dem oben genannten auf sich hat?
      Item 3: Sind ihre Frühstüxeier eigentlich eher weich oder doch schon hart gekocht? Oder ziehen Sie blanchierte Eier vor? Und wenn ja, Hühnereier, Strausseneier, Gänseeier oder gar anderes?
      Item 4: Können Sie eigentlich nachweisen, das Sie ein Volksdoitscher im Sinne der Reichsdeppen sind? Deutsche Schäferhunde in der Zuchtlinie sind nur vor 1945 zugelassen.
      Item 5: Sind Sie eher Masochistisch oder doch Sadistisch veranlagt … der Gedanke drängt sich auf, bei den ganzen Brieffroindschaften die Sie da so betreuen.

      mfg.

    • Klappspaten-Bräu schreibt:

      Nunja … dazu gibt es ja auch ein Vorwort zum GG oder zu anderen Gesetzen. Die Verfasser sind seinerzeit davon ausgegangen, das es dann einfacher zu verstehen sei. Wer konnte ahnen, das es mal irgendwann, irgendwelche Vollpfosten es geben tuten tut, die noch dümmer sind wie welkes Laub im Herbst?

      Zum Thema des Grundegesetzes und überhaupt aller anderen Gesetze die es irgenwo auf der Welt gibt, so war schon im 19. Jahrhundert ein amerikanischer Staatsmann der Meinung, das ein Gesetz so passen müsse, wie Hose und Jacket. Es darf nicht kneifen im Schritt, am Arm oder am Bauch. Es muss schritt halten mit der Entwicklung seines Trägers – kruzum, es muss sich anpassen und darf nicht verharren in einer alten und überkommenen Tradition.
      Darum wird bei uns ab und an das GG angepasst, Gesetze erweitert, gänzlich gestrichen oder sowas wie das Telekommunikationsgesetz ständig überarbeitet.

      Aber auch da leistet sich der deutsche Gesetzgeber doch eine nette Traditionspflege. Das leuchtendste Beispiel ist da die Sektsteuer … allg. auch Schaumweinsteuer. Die stiftete der Oberreichsdepp überhaupt. Kaiser Wilhelm Zwo hatte den Traum, sein Doitschland auch auf den Weltmeeren mit dem verhassten Vetter Engelland ebenbürtig zu sein. Aus dieser Sektsteuer finanzierte er einen Grossteil seiner Flotte; und das Volk rief laut HURRA!!

      Wofür heutzutage die Sektsteuer eingesetzt wird, das weiss ich aber leider nicht zu sagen.

      Prosit …

    • gnaddrig schreibt:

      Ich stelle mir da so eine Art Free-Jazz mit Worten vor…

      Ganz große Klasse 😀

  5. brd2go schreibt:

    Hallo Markus,
    es gibt aus meiner Sicht keinen Grund dafür sich hier mit Marionetten dieser Politmarionetten auseinander zu setzen.
    Die Front wird unweigerlich größer, da können die noch soviel dementiversuche veröffentlichen.

    • Benjamin schreibt:

      Ja, wo kämen wir denn da hin, wenn man auf einmal Antworten auf seine Fragen lesen müsste. Nachher kann man vielleicht nicht einmal mehr behaupten, alles wäre „unwiderlegt“.

      • brd2go schreibt:

        Ich lese hier nur konkrete Fragen.
        Zeige mir bitte eine einzige nachvollziehbare konkrete Antwort.

      • Benjamin schreibt:

        Beispiel:

        “Warum heißt es “Bundesrepublik Deutschland Finanzagentur GmbH” (HRB 51411)?”

        Da ich mich schon länger mit den Theorien von Reichsbürgern und artverwandten Staatsleugnern befasse, weiß ich, was Sie meinen. Dennoch ein Rat: Wenn Sie schon die Registernummer angeben, wäre es hilfreich, wenn Sie auch das Registergericht angeben würden, wenn nur so kann man mit der Registernummer etwas anfangen. Im Fall der Finanzagentur wäre dies das Amtsgericht in Frankfurt am Main. Warum die Bundesrepublik Deutschland der in ihrem Besitz befindlichen GmbH diesen Namen gegeben haben, kann ich Ihnen nicht beantworten. Wahrscheinlich hielt man den Namen “Finanzagentur” für eine GmbH, die sich um die Staatsfinanzen kümmert für passend. Und da die GmbH der Bundesrepublik Deutschland gehört, hat man dies noch hinzugefügt. Fertig war der Name.

        Absolut nachvollziehbar, absolut konkret. Es sei denn natürlich, man stellt die Fragen nur in der Absicht, ausschließlich eine einzige Antwort zu akzeptieren.

    • Barba schreibt:

      Korrektur:
      Sie schrieben „keinen Grund“.
      Doch, doch den gäbe es.

      Es fehlt nicht am „Grund“.
      Es fehlt an den Fähigkeiten, Möglichkeiten, Kenntnissen.
      Aber das wird sich ganz von selbst zeigen, wenn Sie versuchen inhaltlich zu argumentieren.

  6. Patrick Lassan schreibt:

    @ BRD2GO: Manche Menschen sind eben nicht fähig, konkrete Antworten auf Fragen, die von falschen Voraussetzungen aussgehen, zu verstehen. Tolksdorf ist solch ein Fall, und du offensichtlich auch.

  7. Holperbald schreibt:

    Ob Sie es glauben oder nicht – man kann Reichsdeppen – weitestgehend überzeugen, dass sie falsch liegen. Konnte ich zumindest bei einem. Wie? Man holt sie da ab, wo sie stehen. Ein Bekannter von mir glaubt(e?) – ums abzukürzen- so ziemlich jede Verschwörungstheorie von der Erde über die Wolken bis zum Mond. Hellhörig wurde er, als ich ihm erklärt habe, dass ich davon ausgehe, dass die meisten Theorien von Geheimdiensten gestreut sind, um die Menschen im Hamsterrad zu halten. Im Fall von Area51 denke ich, war das übrigens wirklich so. Die Regierung förderte den Ufoglauben, ehe jemand draufkam, dass wirklich militärische Entwicklungen wie der Tarnkappenbomber stattfanden. Dafür schritt sie auch nicht ein, als Menschen „Wahrheitsbücher“ verkauften, sondern duldete und förderte den“Die Regierung verschweigt uns was“-Mummenschanz. Anders im Fall Edward Snowden. Da wird nichts stillschweigend geduldet – den holen die Navy SEALS, wenn sie ihn erwischen. Aber das nur am Rande. Da kann man den Verschwörungstheoriker abholen. Warum verhaftet die Polizei nicht diejenigen, die behaupten, Deutschland ist kein Staat? Nun beginnt er tatsächlich, die eigenen Theorien zu hinterfragen, und gibt die Schuld den Geheimdiensten. Die streuen bewusst Nebelkerzen .Was solls, der BND wirds aushalten.

    Besser so als 1000 Einzeltheorien, meine ich.

    Mfg Holperbald

    • Dalek Sander schreibt:

      Dass Verschwörungstheorien von Geheimdiensten gern als Manipulationsmittel instrumentalisiert, ja gleich verfasst wurden – und vermutlich immer noch werden – dürfte sogar als beleg gelten. Die wohl bekannteste Aktion dieser Art dürften die „Protokolle der Weisen von Zion“ sein, samt und sonders der Ochrana – der Mutter aller Staatssicherheitsdienste – zuzuschreiben:

      http://de.wikipedia.org/wiki/Protokolle_der_Weisen_von_Zion#Verfasser

      Bis heute scheint im Übrigen die Methode, eine „Belagerungsstimmung“ zu erzeugen, in der Heimat der einstigen Ochrana das immer wieder beliebte und gern eingesetzte Modell.

      • Holperbald schreibt:

        Hallo, Dalek (Ich sag jetzt einfach „Du)

        Verschwörungstheorien sind ein hochinteressantes Thema – darüber liesse sich eine Doktorarbeit schreiben (wurde vielleicht auch schon).

        Ich denke, man kann unterscheiden zwischen „Verschwörungstheorien von Unten“ und „Verschwörungstheorien von Oben“. Oftmals bilden sie einen Teufelskreis, der einander bedingt.

        Historisches Beispiel war wohl die französische Revolution – Das Volk glaubte, die Jesuiten hätten sich mit dem König verbündet, um das Volk auszuhungern (von Unten).
        Nach der Revolution wurde vom europäischen, monarchistischen Ausland die Parole verbreitet, die Freimaurer hätten die Revolutiong gezielt gesteuert (von Oben), was ja heute noch vielerlei geglaubt wird.

        Oder, in die heutige Zeit übertragen:

        Die „Unteren“ glauben, dass die „Oberen“ sich gegen sie verschworen haben. Deshalb verschlüsseln sie ihre Mails, die Umfragen zur Glaubwürdigkeit von Regierungen fallen dementsprechend aus. Die „Oberen“ sehen das und glauben, dass das Volk etwas im geheimen plant (warum sonst sollte man die Mails verschlüsseln?) Das bedingt neue Antiterrorgesetze, Vorratsdatenspeicherung. Die Unteren sehen ihre Meinung von den Oberen belegt usw….

        Nun wäre es unrealistisch, zu sagen, „Es gibt keine Verschwörung“. Verschwörungen gibt es, seit die Menschheit besteht. Ich habe mir überlegt, was eine „realistische“ Verschwörung von einer Verschwörungstheorie unterscheidet – und, um drauf zurückzukommen, warum die „BRD-GmbH-Verschwörung“ unter letztere fällt (nur um das mal systematisch anzugehen. Nehmen wir als Gegenbeispiel die NSA und Eddie Snowden.

        1. ein klar umgrenzter Personenkreis – Die NSA ist klar umgrenzt, die Auswahlverfahren streng geheim was man von den kommenden und gehenden Politikern aller Parteien nicht behaupten kann. (Selbes gilt für Chemtrails und wasweissich)

        Die Freimaurer sollen über Jahrhunderte ihre Ziele verfolgen? Wir wissen aus der Soziologie, dass Kinder gegen ihre Eltern rebellieren. Da hat nie wer gesagt, „Vater, dein Krampf ist mir zu blöd- ich will das nicht mehr?)

        2. ein Motiv – Die NSA hatte ein Motiv – Informtionsbeschaffung
        Die BRD (Ich greife den Terminus jetzt mal einfach auf) soll einfach alle Rechtsgrundlagen abschaffen, um so weiterzumachen? Die Chemtrailer sollen sich selbst vergiften?

        3. Die Konsequenz.

        Ich will jetzt erst gar nicht anfangen, über die (In)Konsequenz in der Denkweise der Reichsbürger zu schreiben. Gerhard Schumacher hat sich auf knapp 400 Seiten kurz gefasst. Damit ist alles gesagt.

        Daraus resultiert aber auch, dass konsequenterweise „echte“ Verschwörungen mittelfristig noch jedesmal aufgefallen sind – weil man eben nicht „alles“ bedenken kann.

        Bleiben wir wieder bei Edward Snowden.

        Gerne wird er als Beleg von Reichsbürgern herangezogen, nach dem Motto: „Wenn das wahr ist, ist alles andere auch wahr“. Derweil belegt der Fall nur, dass die NSA eben nicht ALLES unter Kontrolle hatte.

        Aber die BRD-GmbH oder das Reich oder die vereinigten Wirtschaftsgebiete sollen seit über 60 Jahren „heimlich“ weiterexistieren? Oweia..

        Ich denke, damit kann man ganz gut Verschwörungen von Theorien unterscheiden. Natürlich ist das nicht immer einfach „Reichstagsbrand“. Aber auch das ist ein Beleg für die freie Wissenschaft: Hier diskutieren Historiker unter Abwägung aller Fakten, ob der Brand nun von den Nationalsozialisten selber gelegt wurde oder nur der Umstand genutzt wurde.

        Sorry für den langen Text, aber ich denke, er passt ganz gut hier rein.

        MFG Holperbald

    • Holperbald schreibt:

      Nein, hat doch nicht funktioniert. 😦 Ich wollts zumindest probiert haben.

  8. Armaged DON schreibt:

    für Schwurbelfreunde
    http://www.menschenjagd.tk/

    • Klappspaten-Bräu schreibt:

      Haha … aber eins muss man diesen Reichsdeppen ja lassen; die sind immer sehr kreativ was ihre Briefköpfe anbelangt.
      Damals, also unter Kaiser Wilhelm, da landete sowas ja sofort in die Klapse. Früher war halt „alles“ besser.

  9. müller schreibt:

    Auszug aus den wöchentlich erscheinenden Infoblatt Vertrauliche Mitteilungen – aus Politik, Wirtschaft und Geldanlage, Nr. 3958:

    Obama sagte bei einem Besuch auf der Ramstein Air Base zu seinen Soldaten:

    “Deutschland ist ein besetztes Land und wird es auch bleiben” (bis 2099)

    Quelle:Deutsches Nachrichtenmagazin Nr. 10/2012 – Seite 19

    Politologe Alexander Dugin: Deutschland ist ein besetztes Land
    Deutschland ist ein besetztes, ein fremdbestimmtes Land. Die US-Amerikaner üben die Kontrolle aus. Die deutsche politische Elite ist nicht frei. Die Konsequenz: Berlin kann nicht so handeln, wie es in dieser Situation eigentlich zum Wohle des Landes handeln müßte.

    Momentan wird Deutschland gegen seine eigene Interessen regiert. Wir Russen können den Deutschen helfen, indem wir die Situation Berlins besser verstehen und darauf hinarbeiten, daß wir beispielsweise deutsch-russische Netzwerke auf verschiedenen Ebene bilden. Wir können mit verschiedenen Gruppen in der Bundesrepublik zusammenarbeiten, unsere kulturellen Beziehungen vertiefen.

    Ich glaube fest daran, daß es ein Deutschland geben wird, welches ein freies, starkes und selbstbestimmtes Land in Europa ist und eine wichtige Vermittlerrolle zwischen Ost und West einnehmen kann. Die derzeitige Rolle der Vasallen (Diener, Knecht, Lakai) für Brüssel und Washington kann nicht Deutschlands Schicksal sein.

    Hochverrat deutscher Politiker, BRD bleibt Besetzt unter Allianzkontrolle – Frontal 21:

    Hier noch was schönes. Diese Verschwörungstheoretiker 🙂

    Und wenn Ihr das hier aus dem Block löscht, stimmt es 😉

  10. Laird schreibt:

    Ich muss ja auch gestehen, dass ich mir einmal einen Laird-Titel zugelegt habe. Und zwar direkt in Schottland. Das war damals eine Aktion ich glaube des National Trust for Scotland (oder so ähnlich) und diente dazu, Naturschutzprojekte zu finanzieren. Dazu waren immer ca. 30 cm² große Stückchen abgeteilt und gegen die Zahlung von 50 Pfund konnte man seinen Namen auf einen Holzspatel schreiben und eines dieser Quadrate selbsttätig markieren. Dazu bekam man noch eine großfressige Urkunde, die einen als Laird of Irgendwas (müsste ich nachschauen) auswies. Die Gaudi haben wir natürlich mitgemacht und wurden so zu schottischen Landbesitzern. Natürlich hat dies keiner der anwesenden Personen ernst genommen und weder meine Lebensgefährtin noch ich kämen auf die Idee, den Titel zu führen, damit würden wir uns ja nur lächerlich machen.
    Aber es ist doch ein schönes Gefühl, etwas für die Erhaltung der Natur getan zu haben. Beängstigend dagegen ist, dass es Menschen gibt, die das ganze ernst nehmen und als Laird of Schlachmichtot auftreten…

  11. Laird schreibt:

    Nachtrag: Es muss latürnich heißen „Dazu waren AUF EINER WIESE immer ca. 30 cm² große Stückchen abgeteilt“…

    • Klappspaten-Bräu schreibt:

      Na da kann ma ja froh sein, das Du „nur“ ein Stückchen schottischer Wiese erworben hast.
      Seid Jahren kann man auch Grundstücke auf dem Mond erwerben. Wäre das nicht der richtige Ort für die Reichsdeppen? Dann könnte sich der Tolksdorf ja Laird of Tycho Brahe nennen, nach dem gleichnamigen Mondkrater. Und dann wird es endlich wahr, „Nazis auf dem Mond“ … incl. aus Neuschwabenland exportierte Reichflugscheiben.

  12. Dirk schreibt:

    Ich möchte hier nicht grundsätzlich die Argumentation der „Reichsdeutschen“ unterstützen, aber Deutschland als besetztes Land zu bezeichen finde ich durchaus verständlich.
    -der Innenminister sagt, D ist seit 1945 nie souverän gewesen.
    -es sind aktuell knapp 90.000 alliierte Soldaten in D stationiert – inkl. funktionierender Ausrüstung. Die Bundeswehr besteht dem gegenüber zwar aus 180.000 Soldaten, ist aber praktisch nur sehr bedingt einsatzbereit.
    -Deutsche Behörden haben keinen Zugang zu den ausländischen Militärbasen.
    -in D stehen amerikanische Atomwaffen, die der Kontrolle deutscher Behörden entzogenn sind.
    -laut GG zahlt der Bund noch immer die Besatzungskosten. Ob alle, weiß ich nicht, es sind aber mehrstellige Milliardenbeträge und der Bund zahlt auf jeden Fall immer mal wieder komplette US-amerikanische Militärprojekte in D.
    -Es agieren über 200 ausländische Firmen in D für das US-Militär – mit Genehmigung der Bundesregierung außerhalb des deutschen Rechts.
    -Die Bundesregierung unterstützt US-Außenpolitik (Russland-Sanktionen, Drohnenkrieg,…) – zum Nachteil oder auf jeden Fall nicht zum Vorteil der Bundesrepublik.
    Ja klar, ist alles vertraglich geregelt. Man kann sich natürlich alles schönreden und die entsprechenden juristischen Verträge und Begründungen anführen.
    Aus meiner Sicht haben die Amis die Wiedervereinigung nur erlaubt, weil sie vorher sichergestellt hatten, dass die kommenden Bundesregierungen weiterhin nach ihrer Pfeife tanzen.
    De facto scheint mir Herr Dugin Recht zu haben.
    Was müsste denn anders sein, damit „Ihr“ ebenfalls zustimmt, D als besetztes Land zu betrachten? Braucht ihr dafür einen Ami in Uniform als Kandesbunzler und US-Militärfahrzeuge überall sichtbar auf deutschen Straßen?

    • kairo schreibt:

      Das mit den ausländischen Truppen muss man ein wenig präzisieren. Es sind weniger als 60.000 Mann, und es werden immer weniger.

      Deutsche Behörden haben sehr wohl Zutritt zu den Stützpunkten. Allerdings sind sie ja den Truppen zur Nutzung überlassen, und mein Vermieter hat zu meiner Wohnung auch nicht beliebig Zutritt, obwohl sie ihm gehört.

      Besatzungskosten gibt es seit 1955 nicht mehr.

      Wenn eine Firma in Deutschland für die US-Streitkräfte arbeitet, kann sie das tun. Sie kann arbeiten, für wen sie will. Die Streitkräfte sind ja auch privatwirtschaftlich tätig, vor allem als Kunde für ihren (nichtmilitärischen) Bedarf. Natürlich gilt stets deutsches Recht.

      Dass es eine grundsätzliche Übereinstimmung zwischen den amerikanischen und den deutschen politischen Grundpositionen gibt, hat mit Besatzung nichts zu tun – dann hätten die USA die halbe Welt besetzt. Und man kann nicht sagen, dass Deutschland stets nach der Pfeife der USA tanzt. Brüssel ist für uns wichtiger als Washington.

  13. Stefan schreibt:

    „Was müsste denn anders sein, damit “Ihr” ebenfalls zustimmt, D als besetztes Land zu betrachten? Braucht ihr dafür einen Ami in Uniform als Kandesbunzler und US-Militärfahrzeuge überall sichtbar auf deutschen Straßen?“

    Zum Beispiel. Zeichen einer Besatzung halt. Eine Besatzung, von der niemand merkt, dass sie existiert und kener sich drum schert, hätte keinen Zweck. Eine Besatzung ist immer deutlich und unübersehbar, nicht versteckt in irgendwelchen YT-Videos und Indizien. So wie man einen Krieg immer an Kriegshandlungen erkennt und nicht an allgemeinem Frieden – aber auch das werden Reichis nie begreifen.

    Wobei wohl niemand hier jene deutlichen Anzeichen „braucht“. Im Gegenteil: bis auf ein paar verbohrte Reichis wie Sie, die aus jedem aus dem Zusammenhang gerissenen Zitat und Fakt gleich eine Besatzungslüge konstruieren, sind wohl alle hier sehr zufrieden mit Deutschland als freiheitlichem demokratischen Staat.

    Aber die Frage kann man gerne zurückgeben: warum brauchen Sie unbedingt ein besetztes Deutschland? Was exakt macht Sie so glücklich an dieser Vorstellung, dass Sie sich Ihr Bild davon so intensiv zurechtbasteln? (Und jede einzelne Ihrer Aussagen ist widerlegbar – das wurde aber schon so oft getan, dass eine Google-Suche Ihnen hier schneller weiterhilft.) Warum brauchen Sie die Vorstellung, Deutschland sei besetzt?

    • steuerboykott schreibt:

      Die Besatzung hat also nur Zweck, wenn alle es merken?
      Selten so einen Blödsinn gelesen.
      Meinen Sie, die Alliierten haben D besetzt, um zu zeigen, wie stark sie sind?
      D ist besetzt worden, weil Hitler nicht mehr gezahlt hat (Versailles).
      Hätte irgendeine Bundesregierung in den letzten Jahrzehnten diese Zahlungen wieder eingestellt, wäre wohl die Besatzung ganz schnell wieder sichtbar geworden.
      Eine unsichtbare Besatzung (wenn es sie denn gibt) ist doch aber viel effektiver, weil die Ablehnung der Regierung und Gesetze durch die Bevölkerung entfällt.
      Von mir aus mag Besatzung in diesem Fall ein ungeeigneter Begriff sein.

      Warum ich die Vorstellung brauche, D sei besetzt? Was mich an dieser Vorstellung glücklich macht?
      Wieder Blödsinn. Habe ich weder geschrieben noch gemeint.
      Ich finde es nur verständlich, wenn man auf solche Gedanken kommt.

      Sie werden kaum in Abrede stellen, dass alle Bundesregierungen der letzten Jahre (oder sogar Jahrzehnte) immer wieder in zentralen Fragen gegen Willen und Interessen der Bevölkerung entschieden haben und entscheiden (Zuwanderung, Euro/D-Mark, EU-Gesetzgebung, Kriegseinsätze der Bundeswehr, Sanktionspolitik) – ganz abgesehen von den wirklich großen Fragen wie Stationierung von ausländischen Atomwaffen auf deutschem Boden oder (noch größer) privates Schuldgeldsystem.

      In der Opposition haben die Politiker immer eine große Klappe. An der Regierung wollen sie davon nichts mehr wissen und setzen die Politik der Vorgängerregierung fort. In dieser Beziehung sind sich die Parteien so einig, dass man nicht wählen gehen braucht. Angeblich soll Joschka Fischer mal gesagt haben, die Deutschen könnten zwar andere Politiker wählen, aber keine andere Politik.

      Auch wenn das Zitat erfunden sein sollte – es bleibt, dass die Bundesregierungen ganz offensichtlich nicht den Willen des Volkes umsetzen.
      Wessen Willen denn dann? Und warum?

      Ich finde es keineswegs abwegig, davon auszugehen, dass die großen Fragen nicht von der deutschen Regierung entschieden werden. Auch dazu gibt es das passende Zitat (Seehofer bei Pelzig).

      Ja ja, Seehofer hat das zwar gesagt, aber gar nicht so gemeint….schon klar…ist auch längs widerlegt….

      • kairo schreibt:

        „D ist besetzt worden, weil Hitler nicht mehr gezahlt hat (Versailles).
        Hätte irgendeine Bundesregierung in den letzten Jahrzehnten diese Zahlungen wieder eingestellt, wäre wohl die Besatzung ganz schnell wieder sichtbar geworden.“

        Erkundige dich mal, was man unter dem Lausanner Abkommen versteht. Es gab seit 1932 keine Reparationszahlungen mehr.

        „Auch wenn das Zitat erfunden sein sollte – es bleibt, dass die Bundesregierungen ganz offensichtlich nicht den Willen des Volkes umsetzen.“

        Es freut mich, dass wir uns einig sind – das Zitat ist eine dumme Fälschung.

  14. Holperbald schreibt:

    Ich möchte hier nicht grundsätzlich die Argumentation der “Reichsdeutschen” unterstützen, aber Deutschland als besetztes Land zu bezeichen finde ich durchaus verständlich.

    Wobei ich das „grundsätzlich“ als Türöffner bezeichnen möchte – Was denn dann?

    -der Innenminister sagt, D ist seit 1945 nie souverän gewesen.

    – nach aussen Souverän. Äußere und Innere Souveränität sind zwei paar Stiefel.

    -es sind aktuell knapp 90.000 alliierte Soldaten in D stationiert – inkl. funktionierender Ausrüstung. Die Bundeswehr besteht dem gegenüber zwar aus 180.000 Soldaten, ist aber praktisch nur sehr bedingt einsatzbereit.
    -Deutsche Behörden haben keinen Zugang zu den ausländischen Militärbasen.
    -in D stehen amerikanische Atomwaffen, die der Kontrolle deutscher Behörden entzogenn sind.
    -laut GG zahlt der Bund noch immer die Besatzungskosten. Ob alle, weiß ich nicht, es sind aber mehrstellige Milliardenbeträge und der Bund zahlt auf jeden Fall immer mal wieder komplette US-amerikanische Militärprojekte in D.
    -Es agieren über 200 ausländische Firmen in D für das US-Militär – mit Genehmigung der Bundesregierung außerhalb des deutschen Rechts.
    -Die Bundesregierung unterstützt US-Außenpolitik (Russland-Sanktionen, Drohnenkrieg,…) – zum Nachteil oder auf jeden Fall nicht zum Vorteil der Bundesrepublik.
    Ja klar, ist alles vertraglich geregelt. Man kann sich natürlich alles schönreden und die entsprechenden juristischen Verträge und Begründungen anführen.

    Richtig, so ist es. Sie ziehen dagegen die Verträge in die Lächerlichkeit. Das ist kein Argument. Im Prinzip sagen Sie: „Nein, ich mag das einfach nicht glauben“.

    Trotzdem beantworten Sie die Frage im Hinblick auf Verträge und juristische Begründungen (Ich nehme an, so war das gemeint?) schon selbst.

    Aus meiner Sicht haben die Amis die Wiedervereinigung nur erlaubt, weil sie vorher sichergestellt hatten, dass die kommenden Bundesregierungen weiterhin nach ihrer Pfeife tanzen.

    Genau, „Aus Ihrer Sicht“. Da Sie dafür, nehme ich an, keine Belege haben, bleibt es eine Vermutung.

    Denken Sie, die jetzige Bundesregierung ist in der Lage, sicherzustellen, dass deutsche Panzer, die nach Arabien geliefert werden, nicht 2045 gegen Deutschland eingesetzt werden?

    Wohl kaum – Darum ist das ganze ja so ein Politikum. Wir folgern also, dass Prognosen besonders schwierig sind, wenn sie die Zukunft betreffen.

    Und genauso kann auch die US-Regierung nicht Jahrzehnte im Vorraus sicherstellen, wie künftige Bundesregierungen entscheiden. Mangelndes politisches Rückgrat ist eine Sache – aber 2003 sind wir nicht mit in den Irak marschiert. Sie erinnern sich?

    De facto scheint mir Herr Dugin Recht zu haben.

    Mir nicht. Wie gesagt, äußere Souveränität kann ma abgeben, das haben auch die Herren Schäuble und Gysi gesagt, aber dazu braucht es erst einmal „innere Souveränität“.

    Was müsste denn anders sein, damit “Ihr” ebenfalls zustimmt, D als besetztes Land zu betrachten? Braucht ihr dafür einen Ami in Uniform als Kandesbunzler und US-Militärfahrzeuge überall sichtbar auf deutschen Straßen?

    Anmeldung von Warenimporten bei der Joint Export Import Agency (JEIA), wie das bis 1948 üblich war. Anmeldung von Auslandsurlauben und Freigabe der Genehmigung bzw. Verweigerung bei der Ortskommandantur, Passkontrollen auf den Strassen, Amerikaner bei Wahlen, kurz: Sehen Sie doch mal Videos aus dem Irak an. Oder Aus Deutschland 1948. Oder, oder, oder…

    • steuerboykott schreibt:

      Kurze Klarstellung vorab: Ich werde jetzt hier als „steuerboykott“ geführt (vorher „Dirk“).
      Keine Ahnung, wie das zustande gekommen ist. Nur falls sich jemand wundert….

      „Wobei ich das “grundsätzlich” als Türöffner bezeichnen möchte – Was denn dann?“

      Meiner Meinung nach befinden sich die Leute, die hier als „Reichsdeutsche“ bezeichnet werden, auf dem falschen Dampfer. Trotzdem halte ich einige ihrer Gedankengänge für bedenkenswert.

      „– nach aussen Souverän. Äußere und Innere Souveränität sind zwei paar Stiefel.“

      Sagt wer?
      Entweder ich bin souverän oder nicht. Wenn mir jemand erlaubt, bestimmte Entscheidungen zu treffen und andere nicht, bin ich nicht souverän.

      Äußere und innere Souveränität….da mussten wohl ganz schnell ein paar Auftragsjuristen wieder zurechtinterpretieren, was Schäuble aus Versehen ausgeplaudert hatte…

      „Sie ziehen dagegen die Verträge in die Lächerlichkeit.“

      War nicht meine Absicht. Ich glaube nur halt nicht daran, dass diese Verträge von der jeweiligen deutschen Regierung freiwillig unterzeichnet worden sind. Oder könne Sie mir erklären, warum D für die Stationierung der US-Armee bezahlt und im Gegenzug die Bundeswehr an Gedmangel zugrunde geht? Oder warum private US-Firmen in D spionieren müssen, obwohl es hier mehrere Geheimdienste gibt?

      Im Prinzip sagen Sie: “Nein, ich mag das einfach nicht glauben”.

      Richtig. Wenn mir etwas unlogisch vorkommt und es mir niemand erklären oder beweisen kann, gehe ich davon aus, dass es nicht stimmt. Das sollte meiner Meinung nach jeder so tun.
      Man mag ja an Gott glauben oder an die Treue seiner Gattin, aber wer an das Wohlwollen „seiner“ Regierung glaubt, der tut mir leid.

      „Genau, “Aus Ihrer Sicht”. Da Sie dafür, nehme ich an, keine Belege haben, bleibt es eine Vermutung.“

      Selbstverständlich. Das ist bei Ihnen auch nicht anders. Sie nehmen irgendwelche Informationen auf, bewerten diese und machen sich Ihr Bild. Ob die diesem Bild zugrunde liegenden Informationen vollständig, wahrheitsgetreu und nicht manipuliert sind, wissen Sie genau so wenig wie jeder andere.

      „Anmeldung von Warenimporten bei der Joint Export Import Agency (JEIA), wie das bis 1948 üblich war. Anmeldung von Auslandsurlauben und Freigabe der Genehmigung bzw. Verweigerung bei der Ortskommandantur, Passkontrollen auf den Strassen,…“

      Haben wir doch. Machen die Amis bloß nicht (mehr) selbst.
      Alles Ansichtssache. Das meiste ist automatisiert. Über die USt-ID werden Warenim- und Exporte kontrolliert, für (außereuropäische) Auslandsurlaube benötigt man eine befristete Erlaubnis (Reisepaß), allgemeine Verkehrskontrollen gibt es ebenfalls…..

      Wenn man davon ausgeht, dass D nicht souverän ist und die Bundesregierung die Aufträger der Alliierten ausführen muss…..
      Ihre gesamte Argumentation steht und fällt damit, dass die deutsche Bundesregierung in der Lage und willens ist, selbst und unabhängig von äußeren Strukturen ihre Entscheidungen zu treffen. Daran muss man wohl genau so glauben, wie die „Reichsdeutschen“ daran glauben, dass es nicht so ist.

      • gnaddrig schreibt:

        Ich werde jetzt hier als “steuerboykott” geführt (vorher “Dirk”).
        Keine Ahnung, wie das zustande gekommen ist.

        Meine Vermutung: Vorher beim Kommentieren unter dem Nick Dirk nicht bei WordPress angemeldet gewesen. Jetzt beim Kommentieren als steuerboykott angemeldet gewesen oder die steuerbeukott-URL als Webseite eingetragen, und WordPress hat die Kommentare unter der steuerboykott-Identität verbucht.

        ** * **

        für (außereuropäische) Auslandsurlaube benötigt man eine befristete Erlaubnis (Reisepaß), allgemeine Verkehrskontrollen gibt es ebenfalls…..

        Das ist absurd. Den Reisepass brauche ich ja nicht, um Deutschland zu verlassen, sondern um in bestimmte Länder einreisen zu dürfen. Aber den Reisepass stellen ja nicht die Zielländer aus, sondern die deutschen Behörden. Und das auch nicht im Auftrag oder vorbehaltlich der Genehmigung der USA oder sonst irgendwelcher Besatzungsmächte. (Die würden uns sicher nicht so gern nach Kuba reisen lassen oder nach Iran o.ä.)

        Die Einreiseerlaubnis erteilen die Zielländer entweder pauschal z.B. für alle Inhaber eines deutschen Reisepasses, oder gezielt über Einreisevisa. Wieder auf eigene Rechnung, unabhängig von den USA und unabhängig davon, wer in Deutschland das Sagen hat.

        Und selbst wenn man den Reisepass als „befristete Ausreiseerlaubnis“ ansieht, ist immer noch unklar, wieso das ein Hinweis auf eine Besatzung Deutschlands sein soll. Um der Regierung oder bestimmten Behörden Kontroll- und Schnüffelwut zu unterstellen, kommt man ganz ohne Besatzer aus.

        Und was die allgemeinen Verkehrskontrollen damit zu tun haben sollen, verstehe ich überhaupt nicht. Die dienen vielleicht der Verkehrskontrolle? Man findet dabei regelmäßig verkehrsuntaugliche oder gestohlene Fahrzeuge, flüchtige Straftäter usw. Machen viele Länder, hat mit etwaiger Besatzung nichts zu tun.

        ** * **

        Ihre gesamte Argumentation steht und fällt damit, dass die deutsche Bundesregierung in der Lage und willens ist, selbst und unabhängig von äußeren Strukturen ihre Entscheidungen zu treffen. Daran muss man wohl genau so glauben, wie die “Reichsdeutschen” daran glauben, dass es nicht so ist.

        Dass die Bundesrepublik entgegen dem Anschein und entgegen internationalen Verträgen, Mitgliedschaft in internationalen Organisationen wie UNO, OSZE, NATO usw. nicht souverän sein soll und dass unbekannte Besatzer angeblich eine Souveränität der Bundesrepublik mit großem Aufwand vorspiegeln, ist eine Behauptung, die bewiesen werden muss. Bis dieser Beweis erbracht ist, kann man davon ausgehen, dass sie nicht stimmt. Da haben Reichsideologen eine, sagen wir, deutlich höhere Glaubenslast zu tragen als Leute, die die Bundesrepublik für souverän halten.

        Die gesamte „Argumentation“ der Reichsideologen krankt daran, dass sie für ihre Behauptungen keinerlei Belege anführen können. Sie bringen durchweg aus dem Zusammenhang gerissene Aussagen von Politikern (Schmid, Gabriel, Gysi, Schäuble werden da gern gebracht), grotesk missverstandene Zitate aus Gesetzen und Behördenschreiben.

        Wenn dann jemand diese „Argumente“ zerlegt bzw. die angeführten Aussagen in den richtigen Zusammenhang setzt und erklärt, warum die reichsideologische Interpretation nicht zutrifft, kommen sie reflexhaft mit dem Vorwurf, dass da „wohl ganz schnell ein paar Auftragsjuristen wieder zurechtinterpretieren“ mussten, was Politiker x oder y ausgeplaudert habe, reden von manipulierten/gekauften/unbegründeten Fantastereien usw.

        Bisher hat kein einziges dieser „Argumente“ einer näheren Betrachtung standgehalten, und ein Durchbruch ist nicht in Sicht.

        Die Unterstellung, Deutschland sei nicht souverän und stattdessen einer Besatzungsmacht hörig, kann daher getrost ins Reich der Legende verwiesen werden.

      • Holperbald schreibt:

        Sagt wer?
        Entweder ich bin souverän oder nicht. Wenn mir jemand erlaubt, bestimmte Entscheidungen zu treffen und andere nicht, bin ich nicht.

        Das Völkerrecht.

        souverän.http://de.wikipedia.org/wiki/Souver%C3%A4nit%C3%A4t

        Der Unterschied ist: Wenn Sie heiraten, sind sie nicht mehr souverän. Sie haben Verpflichtungen (Treue), die, wenn Sie sich nicht dran halten, den Bruch der Ehe zur Folge haben (können). Sie haben also Souveränität nach aussen abgegeben.

        Selbige gilt für Nato, EU, usw..

        Aber dazu mussten Sie erst einmal selbst souverän sein, sich selbst eine Frau zu suchen (innere Souveränität). Wenn eine Frau zwangsverheiratet wird, (solls ja auch geben), ist sie nicht NACH INNEN souverän; Sie hat keine Wahl.
        Deutschland (und Sie) könnten jederzeit sich die Souveränität wieder holen, wenn Sie aussteigen (aus der Ehe oder aus der Nato oder wasauchimmer) Dass Sie das nicht tun, hat politische Gründe oder dass Sie Ihre Frau lieben. War das nachvollziehbar?

        Aus dem selben Grund zahlen wir für die Amerikaner: Weil Truppenverträge da sind.
        Dass die Bundeswehr an Geldmangel kaputt geht, hat m. E. politische Gründe, die daraus resultieren, dass es politisch jahrelang verpönt war, mehr Geld für Rüstung zu fordern. Die Parteien, die das durchgesetzt haben wurden gewählt, also braucht sich niemand beschweren. Demokratie ist die Staatsform, die uns garantiert, dass wir keine bessere Regierung bekommen, als wir sie verdienen. Ganz bestimmt hat das aber nichts mit den Amerikanern zu tun.

        Generell ist es so, dass derjenige, der eine Behauptung aufstellt, diese belegen muss. Das ist auch in der Wissenschaft so. Ich darf behaupten, dass die Relativitätstheorie gar nicht stimmt. Nur dann sollte ich das belegen können und muss damit klarkommen, wenn mir widersprochen wird. Und zwar mit Argumenten, nicht mit „von der Industrie gekauft, vom Staat bezahlte Spitzel“, sondern mit belastbaren Zahlen, Nachweisen, was weiss ich. Ein Youtube-Video ist im übrigen kein Nachweis.

        Nochmal:

        1. Sie schrieben: Man kann sich natürlich alles schönreden und die entsprechenden juristischen Verträge und Begründungen anführen.

        2. Ich schrieb, dass das im Prinzip nur hiesse, „Ich mag das nicht glauben“.

        3. Sie bestätigen die Sichtweise.

        Ich mag auch nicht glauben, dass am Ende des Gelds immer noch soviel Monat über ist. aber das ist genauso eine nachprüfbare Realität wie juristische Verträge.

        Die Verträge sind ein Beleg.

        Es ist eine sehr begrüßenswerte Einstellung, nicht alles zu glauben, und Dinge zu prüfen.

        Wenn einem jedoch die Sachlage nachvollziehbar erläutert wird, (z.B. mit Verweis auf Verträge) sollte man es glauben, bis man bessere Belege hat.

        Das mit den Kontrollen durch die Polizei legt nahe, dass jedes Land der Welt besetzt ist. So weit sind sie also schon….

        Den Rest hat der Herr gnaddrig schon erläutert.

  15. Holperbald schreibt:

    Nachtrag:

    (…) mit Genehmigung der Bundesregierung außerhalb des deutschen Rechts. (…)

    Eine Perle 😀

    Finden Sie den Fehler selbst?

    • steuerboykott schreibt:

      Eine Frage der Definition:
      Die allermeisten Menschen dürften wohl der Meinung sein, dass es sich bei der Erteilung solcher Genehmigungen um jeweils einen Fehler handelt – also um insgesamt mehr als 200 Fehler.
      Sie meinen, die Bundesregierung darf jedem erlauben, zu tun was er will und damit ist das dann Deutsches Recht?
      Hat die Regierung überhaupt das Recht, gegen die Intesessen der Bevölkerung solche Genehmigungen zu erteilen?
      Falls Sie diese Frage mit „ja“ beantworten: WER hat ihr dieses Recht gegeben?
      WO ist der Beleg dafür?
      Und selbst wenn Sie das irgendwie so hininterpretiert bekommen, dass es legal erscheint – WARUM sollte sie ausländischen Unternehmen freiwillig solche Genehmigungen erteilen?
      Aus meiner Sicht scheint es nur 2 Möglichkeiten zu geben:
      Entweder die Regierung verfolgt ganz andere Ziele, als das Wohl des Deutschen Volkes oder die Regierung hat gar nicht die Wahl, solche Anfragen auch abzulehnen.
      Vielleicht noch als dritte Möglichkeit:
      Die Regierung ist noch hirnloser als man sich das vorstellen kann und glaubt tatsächlich daran, dass mit den Erkenntnissen der privaten Schnüffelunternehmen Terroranschläge in Deutschland verhindert werden können.
      Gute Nacht.

      • Benjamin schreibt:

        Apropos Definition… Was ist denn mit

        Es agieren über 200 ausländische Firmen in D für das US-Militär – mit Genehmigung der Bundesregierung außerhalb des deutschen Rechts.

        überhaupt gemeint? Was tun diese Firmen denn „für das US-Militär“?

      • steuerboykott schreibt:

        Was tun diese Firmen denn “für das US-Militär”?

        Daten sammeln

      • kairo schreibt:

        Du scheinst zu glauben, dass die Bundesregierung Recht setzt. Das ist bekanntlich nicht der Fall. Auch entscheidet die Bundesregierung nicht allein darüber, was für das deutsche Volk gut ist. Dieses hat seine Repräsentanten, von denen die Regierung abhängig ist.

  16. Stefan schreibt:

    „Hat die Regierung überhaupt das Recht, gegen die Intesessen der Bevölkerung solche Genehmigungen zu erteilen?“

    Sie müssen jetzt ganz stark sein: die Regierung ist vom deutschen Volk gewählt (und diejenigen, die nicht wählen waren, sind selbst schuld). Wer definiert denn, was „die“ Interessen des deutschen Volkes sind? Sie? Gott? Der Räuber Hotzenplotz? Gibt’s da ’ne Liste oder haben da vllt. ganz verschiedene Menschen ganz verschiedene Ansichten zu? Sie wissen schon, Pluralität, Meinungsfreiheit, das ganze Gelump, das Leute wie Sie, die sich hinter einer scheinbaren Nation als Argument verkriechen, so sehr ablehnen?

    • steuerboykott schreibt:

      „…die Regierung ist vom deutschen Volk gewählt …“
      Das stimmt so nicht. Die Regierung ist von ein paar hundert Wichtigtuern gewählt worden.
      Das deutsche Volk hatte nicht mal die Möglichkeit, die Regierung zu wählen oder gegen sie zu stimmen.
      Selbst auf die Zusammensetzung der Wichtigtuer hatte das Volk keinen nennenswerten Einfluss – auf den Ablauf der Wahlen und die Art und Weise der Stimmengewichtung ebenfalls nicht.
      Gemessen an der Gesamtbevölkerung liegt der Anteil derjenigen Menschen, die diejenigen Wichtigtuer gewählt haben, die wiederum die Regierung gewählt haben, weit unter 50% – und das bei einer „großen“ Koalition.
      Bei der vorherigen Merkel-Regierung hatte ich es mal genau ausgerechnet: Da waren es glaube ich 17%.
      „…und diejenigen, die nicht wählen waren, sind selbst schuld…“
      Sehe ich genau anders herum: Abgesehen davon, dass Wählen nachweislich nichts Wesentliches ändert (sonst würde es die Wahlen nicht geben), sind diejenigen, die wählen waren, schuld. Wenn keiner mehr hinginge, könnten selbst Leute wie Sie wenigstens nicht mehr fantasieren, die Regierung wäre vom Volk gewählt.

    • steuerboykott schreibt:

      „…oder haben da vllt. ganz verschiedene Menschen ganz verschiedene Ansichten zu? Sie wissen schon, Pluralität, Meinungsfreiheit, das ganze Gelump, das Leute wie Sie, die sich hinter einer scheinbaren Nation als Argument verkriechen, so sehr ablehnen?“

      Das betrachte ich übrigens als unangemessene Beleidigung, zu der ich auch keinerlei Anlass gegeben habe.
      Ich gehöre zu den Menschen, die eine Organisation seit Jahren finanziell unterstützen, die sich für die Freilassung der politischen Gefangenen der Bundesrepublik einsetzt, deren einziges „Verbrechen“ es war und ist, ihre Meinung zu sagen, bzw. gesagt zu haben – leider die falsche.
      Und was soll das mit einer „scheinbaren Nation“ hinter der ich mich „verkrieche“?
      Wo habe ich etwas derartiges geschrieben?
      Ich habe lediglich Verständnis für diejenigen, die hier als Reichsdeutsche beschrieben werden und halte sie nicht für schlechte Menschen.
      Abgesehen davon halte ich sowieso eher diejenigen für die wahren Reichsdeutschen, die noch heute Gesetze tatsächlich anwenden, die die Unterschrift von Adolf Hitler tragen – nicht die, die nur darüber reden.

      • Stefan schreibt:

        Reden wir doch Klartext: Sie unterstützen Nazis, die u.a. wegen Holocaustleugnung und Schlimmerem im Knast sitzen. Was soll der Euphemismus? Sagen Sie doch klipp und klar, dass Sie Leute unterstützen, denen Demokratie und Freiheit am Arsch vorbeigeht, vor allem die Freiheit der anderen.

        Und damit wären wir dann wieder bei Ihrem Problem mit Meinungsfreiheit. (Btw., Holocaustleugnung etc. ist keine „Meinung“, denn Fakten sind schlicht nicht verhandelbar.)

        Ihr Geheul wegen der angeblichen Nazigesetze können Sie sich mal gepflegt ins Dunkle schieben. Rechtsextreme sollten bei solchen Themen am besten ganz ganz leise sein.

      • gnaddrig schreibt:

        “…die Regierung ist vom deutschen Volk gewählt …”
        Das stimmt so nicht. Die Regierung ist von ein paar hundert Wichtigtuern gewählt worden.
        Das deutsche Volk hatte nicht mal die Möglichkeit, die Regierung zu wählen oder gegen sie zu stimmen.

        Das Volk hat den Bundestag gewählt. In freien, geheimen Wahlen. Jeder Wahlberechtigte hatte die Möglichkeit, seine Stimme abzugeben. Dass so viele das nicht getan haben, ist in den allermeisten Fällen ihre eigene Schuld.

        Der Ablauf der Wahl und die anschließende Regierungsbildung folgt bekannten Regeln, jeder kann also absehen, welche Wahlergebnisse welche Regierungskoalitionen ermöglichen. Dass in Deutschland die Regierung nicht direkt gewählt wird, kann man doof finden, ist aber eben so. „Keinen Einfluss“ hat der einzelne Wähler darum aber ganz sicher nicht.

        “…und diejenigen, die nicht wählen waren, sind selbst schuld…”
        Sehe ich genau anders herum: Abgesehen davon, dass Wählen nachweislich nichts Wesentliches ändert (sonst würde es die Wahlen nicht geben), sind diejenigen, die wählen waren, schuld. Wenn keiner mehr hinginge, könnten selbst Leute wie Sie wenigstens nicht mehr fantasieren, die Regierung wäre vom Volk gewählt.

        Sie können nicht gleichzeitig die niedrige Wahlbeteiligung und die daraus folgende schlechte demokratische Legitimation des Parlaments und der Regierung bemängeln und gleichzeitig Wählen für unsinnig/sinnlos erklären udn zum Nichtwählen auffordern. Das passt nicht zusammen.

        Oder anders gesagt: Das macht nur Sinn, wenn sie die bestehende freiheitlich-demokratische Grundordnung abschaffen wollen. (Die mag ihre Macken, Lücken und Fehler haben, keine Frage, sie ist nicht perfekt. Aber es gibt wenige Länder, mit denen ich in der Hinsicht gerne tauschen würde. Und gnade uns Gott, wenn Reichsideologen hier das Sagen kriegen!)

      • Lalaburg schreibt:

        @stefan
        „Und damit wären wir dann wieder bei Ihrem Problem mit Meinungsfreiheit. (Btw., Holocaustleugnung etc. ist keine “Meinung”, denn Fakten sind schlicht nicht verhandelbar.)“

        Mal ganz davon abgesehen, dass so, wie es manche Zeitgenossen handhaben, wohl auch der
        § 189 StGB – „Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener“ greifen würde (ich lasse mich da gerne berichtigen). Denn, @steuerboykott, wie würden Sie es finden, wenn mehrere Ihrer Angehörigen durch ein Gewaltverbrechen umgekommen wären. Und ich würde öffentlich behaupten, das Verbrechen habe nicht stattgefunden. Und sollte es doch stattgefunden haben, war es erstens nicht so schlimm, die Todesfälle hätten also eine andere Ursache. Und zweitens hätten Ihre Angehörigen selber Schuld, weil ihre Familie in irgendwelche behaupteten unsauberen Machenschaften verwickelt gewesen sei.

        „Abgesehen davon halte ich sowieso eher diejenigen für die wahren Reichsdeutschen, die noch heute Gesetze tatsächlich anwenden, die die Unterschrift von Adolf Hitler tragen – nicht die, die nur darüber reden.“

        Das ist ein – pardon – dümmliches Argument. Die viel gescholtene Nazikeule einmal aus einer anderen Perspektive. Nicht jedes Gesetz, was zwischen 1933 und 1945 erlassen wurde, trägt die nationalsozialistische Ideologie in sich.
        Jene Gesetze und Verordnungen, auf welche dies jedoch zutraf, hat der Alliierte Kontrollrat allesamt kassiert. Durch den Überleitungsvertrag (http://de.wikipedia.org/wiki/Überleitungsvertrag), an anderer Stelle gerne gescholten, wurden diese Vorgänge in bundesdeutsches Recht übertragen.
        Zu den übrigen Gesetzen, ganz kurz und knapp: Es gibt eine Rechts-Kontinuität. Vom Kaiserreich über die Weimarer Zeit bis ins Dritte Reich. Vieles, was im Dritten Reich erlassen wurde, wäre in dieser oder ähnlicher Form auch unter einer anderen Regierungsform verabschiedet worden. Es kommt eher darauf an, inwiefern die dort erlassen Gesetze rechtsstaatlichen Normen entsprechen.
        Mal ganz davon abgesehen, dass die entsprechenden Gesetze und Verordnungen inzwischen überwiegend modifiziert worden sind, um sie an die gesellschaftliche Wirklichkeit anzupassen. Die Entstehung von rechtlichen Normen und Werten ist nämlich ein dynamischer Prozess, wo sich auch immer wieder das kodifizierte Recht mit der gesellschaftlichen und politischen Wirklichkeit reibt. Mit entsprechenden Folgen.

        Ich würde wirklich vorschlagen, Sie beschäftigen sich einmal tiefer mit der Materie. Und plappern nicht nur den Mumpitz nach, der auf einschlägigen Seiten verzapft wird.

      • steuerboykott schreibt:

        “Reden wir doch Klartext: Sie unterstützen Nazis, die u.a. wegen Holocaustleugnung und Schlimmerem im Knast sitzen. ”
        Zwar indirekt, aber von mir aus. Ich persönlich finde Holocaustleugnung nämlich nicht schlimm. Im Gegenteil –

        [Das war es dann hier für Dirk. Gruß Eisenfresser]

      • gnaddrig schreibt:

        Ich persönlich finde Holocaustleugnung nämlich nicht schlimm. Im Gegenteil –

        Prima. Und in Dortmund beantragen die Herrschaften von Rechtsaußen eine Judenzählung. Da werden dann sicher demnächst gelbe Sterne genäht. Hoffen wir, Dirk, dass es da nicht bald wieder was zu leugnen gibt!

        Ich nehme an, Leugnen ist einfacher als Rechtfertigen…

  17. Stefan schreibt:

    „D ist besetzt worden, weil Hitler nicht mehr gezahlt hat (Versailles).“

    Ich galub, da war noch so ein klitzekleiner Weltkrieg dazwischen, den Deutschland angefangen und erbarmungslos durchgezogen hat.

    Ich mag mich täuschen. Ist bestimmt ’ne Lüge der Geschichtsbuchindustrie, um Geschichtsbücher zu verkaufen. In Wirkllichkeit war das wohl so: Hitler so „Ich zahl nicht mehr“, Alliierte so „dann besetzen wir euch, aber so dass es keiner merkt“, Hitler so „dann erschiess ich mich“.

    War das so? Ja?

    • gnaddrig schreibt:

      D ist besetzt worden, weil Hitler nicht mehr gezahlt hat (Versailles).
      Das ist grob vereinfacht, aber so völlig abwegig nicht. Diese stilisierte Kausalkette bringt uns allerdings nur bis zum Mai 1945. Und seitdem hat sich ja durchaus einiges getan in Deutschland: Bildung der Besatzungszonen der Alliierten, dann Staatsgründung der DDR und der Bundesrepublik. Langsamer Übergang zu staatlicher Souveränität, UN-Mitgliedschaft der beiden deutschen Staaten, Ostverträge der Bundesrepublik, Wiedervereinigung, 2+4-Vertrag. Will heißen, der Stand von 1945 ist lange nicht mehr aktuell, gerade bezüglich der Besatzung.

      • steuerboykott schreibt:

        Ja, ich stimme im großen und ganzen zu.
        Aber meiner Meinung nach haben die Alliierten das alles gesteuert – und zwar offensichtlich so, dass sie noch immer das letzte Wort haben.
        Sie haben die Bundesrepublik so aufgestellt, dass sie nach ihrem Willen funktioniert.
        Das deutsche Volk ist nie gefragt worden.

    • steuerboykott schreibt:

      „Ich galub, da war noch so ein klitzekleiner Weltkrieg dazwischen, den Deutschland angefangen und erbarmungslos durchgezogen hat.“
      Fast hundert Jahre lang hat die ganze Welt gewußt, dass D den ersten Weltkrieg angefangen bzw. zu verantworten hat. Erst seit etwa 2 Jahren hat sich das Bild geändert – auf Grund von Büchern einiger (zum Glück nicht deutscher) Historiker.
      Ich gehe davon aus, dass sich auch das Bild über den zweiten Weltkrieg mittelfristig ändern wird.
      Offensichtlich hat D Polen und Russland angegriffen (Das ist noch kein Weltkrieg).
      Im Fall von Russland gibt es durchaus Hinweise darauf, dass die rote Armee ansonsten kurz darauf D angegriffen hätte und D somit gar keine andere Wahl hatte. Wir werden sehen, was in ein paar Jahrzehnten in den Geschichtsbüchern steht.
      Soweit ich weiss haben Frankreich, England und die USA von sich aus D den Krieg erklärt.
      Das mit dem „ich bezahl nicht mehr“ und der darauf folgenden Besatzung finde ich nur folgerichtig. Schon mal etwas von Pfandrecht gehört?
      Wenn ich eine vertragliche Verpflichtung nicht erfülle, schickt der Gläubiger den Gerichtsvollzieher – im Fall von Gegenwehr mit der Polizei.
      Bei einem zahlungsunwilligen Staat als Schuldner kommt dann halt das Militär.

      • Lalaburg schreibt:

        @steuerboykott

        Gefährliches Halbwissen.

        „Fast hundert Jahre lang hat die ganze Welt gewußt, dass D den ersten Weltkrieg angefangen bzw. zu verantworten hat. Erst seit etwa 2 Jahren hat sich das Bild geändert – auf Grund von Büchern einiger (zum Glück nicht deutscher) Historiker.“

        Die Debatte um die Schuld des Kaiserreiches am Aufbruch des Ersten Weltkriegs ist deutlich älter. Und wurde gerade im deutschsprachigen Raum unter Historikern sehr vehement geführt, siehe sogenannte Fischer-Kontorverse:

        http://de.wikipedia.org/wiki/Fischer-Kontroverse
        http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Fischer-Kontroverse.html

        „Im Fall von Russland gibt es durchaus Hinweise darauf, dass die rote Armee ansonsten kurz darauf D angegriffen hätte und D somit gar keine andere Wahl hatte. Wir werden sehen, was in ein paar Jahrzehnten in den Geschichtsbüchern steht.“

        Falls auf Suworows „Der Eisbrecher“ angespielt wird: Ein Werk mit vielen Behauptungen, aber wenig Quellen. Dafür mit verfälschten Zitaten und retuschierten Fotos.

        Und die Eroberung von „Lebensraum im Osten“ ist eines der nationalsozialistischen Kernziele, schon seit den 20er Jahren.

        „Soweit ich weiss haben Frankreich, England und die USA von sich aus D den Krieg erklärt.“

        Bitte Wirkung und Ursache beachten: England und Frankreich hatten eine Bestandsgarantie für Polen abgegeben (nachdem deutscherseits im März 1939 das Münchner Abkommen gebrochen worden war (Annexion der „Rest-Tschechei) und der deutschen Einverleibung des Memellandes) . Die Kriegserklärung an das Deutsche Reich erfolgte im Rahmen des Bündnisfalles, und nach einem Ultimatum, den Angriff unverzüglich einzustellen, erst am 3. September.
        Das Deutsche Reich und das faschistische Italien haben am 11. Dezember 1941 den Vereinigten Staaten den Krieg erklärt.

        http://de.wikipedia.org/wiki/Kriegserklärung_Deutschlands_und_Italiens_an_die_Vereinigten_Staaten

        „Das mit dem “ich bezahl nicht mehr” und der darauf folgenden Besatzung finde ich nur folgerichtig. Schon mal etwas von Pfandrecht gehört?
        Wenn ich eine vertragliche Verpflichtung nicht erfülle, schickt der Gläubiger den Gerichtsvollzieher – im Fall von Gegenwehr mit der Polizei.
        Bei einem zahlungsunwilligen Staat als Schuldner kommt dann halt das Militär.“

        Ein Krieg kostet ja bekanntlich kein Geld…. vielleicht einmal verinnerlichen, was der Zweite Weltkrieg die Alliierten gekostet hat, da kommen inflationsbereinigt einige Billionen Dollar zusammen. Und das dafür?
        Denn nach der Konferenz von Lausanne (http://de.wikipedia.org/wiki/Konferenz_von_Lausanne_(1932) ) waren ein Großteil der Reparationen vom Tisch. Und im Londoner Schuldenabkommen (http://de.wikipedia.org/wiki/Londoner_Schuldenabkommen) hat man nochmals eine ganze Menge gestrichen, natürlich auch, um die Bundesrepublik im gerade eskalierenden Kalten Krieg (Korea) möglichst wenig zu schwächen.

      • Lalaburg schreibt:

        Es soll natürlich „Die Debatte um die Schuld des Kaiserreiches am Ausbruch“ heißen. Und nicht „am Aufbruch“.

      • gnaddrig schreibt:

        Im Fall von Russland gibt es durchaus Hinweise darauf, dass die rote Armee ansonsten kurz darauf D angegriffen hätte und D somit gar keine andere Wahl hatte.

        Hätte, könnte, würde – kann gut sein, dass Stalin Deutschland angegriffen hätte. Hat er aber nicht, Hitler hat die UdSSR zuerst angegriffen. Der frühe Vogel kriegt den Ärger. Ähnlich war es mit Norwegen. Hätte die Wehrmacht ein paar Wochen gewartet, hätten die Briten Norwegen wahrscheinlich besetzt und Deutschland hätte als Befreier und Garant der nationalen Unversehrtheit der Norweger auftreten können. War aber nicht so. Der frühe Vogel…

        Ansonsten hat Lalaburg schon alles geschrieben zu den schon während der Weimarer Republik bekannt gewordenen Absichten und Zielen der Nationalsozialisten.

      • Lalaburg schreibt:

        @gnaddrig, @steuerboykott

        „Hätte, könnte, würde – kann gut sein, dass Stalin Deutschland angegriffen hätte. Hat er aber nicht, Hitler hat die UdSSR zuerst angegriffen. Der frühe Vogel kriegt den Ärger. Ähnlich war es mit Norwegen. Hätte die Wehrmacht ein paar Wochen gewartet, hätten die Briten Norwegen wahrscheinlich besetzt und Deutschland hätte als Befreier und Garant der nationalen Unversehrtheit der Norweger auftreten können. War aber nicht so. Der frühe Vogel…“

        Wobei die Sowjetunion ihren Verpflichtungen aus dem Hitler-Stalin-Pakt bis zum Ende penibel nachgekommen war. Insbesondere die Lieferungen an Erdöl haben den umfassenden mechanisierten Bewegungskrieg in Mitteleuropa und letztlich auch während der Operation Barbarossa erst möglich gemacht.

        Hätte man ernsthaft das Ziel verfolgt, das Deutsche Reich anzugreifen, hätten sich Mittel und Wege gefunden, die entsprechenden Lieferungen zu unterbinden oder zu verzögern. Wie es deutscherseits hinsichtlich der fälligen Gegenlieferungen (z.B. Werkzeugmaschinen und optische Präzisionsinstrumente, Waffenmuster und chemische Verfahrenstechniken) gehandhabt wurde.
        Zudem war die Rote Armee zu jenem Zeitpunkt alles andere als kriegsbereit. Die Folgen der stalinistischen Säuberung waren allenthalben bemerkbar, es fehlte eine ganze Generation an Offizieren. Auch waren Panzertruppe wie Luftwaffe, auf dem Papier beindruckend, von den Baumustern her überwiegend veraltet. Und zudem mitten in einer konzeptionellen Neugliederung stehend.

  18. Stefan schreibt:

    Das ist ja keine Kette, weil diverse Glieder dazwischen fehlen. Insofern ist es doch abwegig.

    Das ist wie hier:

    Insofern: nein, diese „stilisierte Kausalkette“ bringt uns nicht mal bis Mai 1945, sie bringt uns höchstens bis Anfang ’33, und dann ist da eine Riesenlücke, und das Ende ergibt keinen Sinn, wenn man nicht weiss, was in der Lücke war.

    • gnaddrig schreibt:

      Klar fehlen da wichtige Elemente zwischen „Hitler hat nicht mehr gezahlt“ und „Deutschland wurde besetzt“. Und schon der Anfang – „Hitler hat nicht mehr gezahlt“ – ist falsch. Hitler (bzw. Deutschland unter Hitler) musste gar nicht mehr zahlen, die Konferenz von Lausanne 1932 ist ja schon erwähnt worden. Also stimmt am Einstieg der Nicht-Kausalkette nur „Hitler“.

      Mit „bis Mai 1945“ war ich insofern viel zu großzügig, und sogar das bringt Dirk/steuerboykott nichts, weil der Status von Mai 1945 absolut nicht mehr aktuell ist.

      • steuerboykott schreibt:

        In Lausanne wurde doch gar nicht beschlossen, dass D nicht mehr zahlen brauchte…?
        Außerdem:
        “Das unverzeihliche Verbrechen Deutschlands vor dem Zweiten Weltkrieg war der Versuch, seine Wirtschaftskraft aus dem Welthandelssystem herauszulösen und ein eigenes Austauschsystem zu schaffen, bei dem die Weltfinanz nicht mehr mitverdienen konnte.” Kriegsverbrecher WinstonChurchill zu Lord Robert Boothby, zit. in: Sidney Rogerson, Propaganda in the Next War, Vorwort zur 2. Auflage 2001, Winston Churchill in Der Zweite Weltkrieg, Scherz, München 1960. Winston Churchill in (seinen) „Erinnerungen”.
        Da sind dann bestimmt auch die Zinszahlungen unterblieben…

      • gnaddrig schreibt:

        In Lausanne wurde doch gar nicht beschlossen, dass D nicht mehr zahlen brauchte…?
        Naja doch, schon ein bisschen. Also ziemlich, s. Lalaburgs Link.

        Das unverzeihliche Verbrechen Deutschlands vor dem Zweiten Weltkrieg war (…)

        Sogar wenn das Zitat von Churchill wäre, wäre es Unsinn. Deutschland ist ja nicht vor dem Weltkrieg besetzt worden. Und auch nicht aus wirtschaftlichen Gründen, sondern um ein Wiederaufflackern des nationalsozialistischen Herrenmenschenrauschs zu verhindern, in dem Deutschland halb Europa in Schutt und Asche gelegt und viele Millionen Menschen teils gezielt, teils als Nebenwirkung ums Leben gebracht, unendliches menschliches Leid verursacht und kaum bezifferbare Vermögenswerte vernichtet hat.

        Den Krieg hat Deutschland angefangen – gegen Polen, gegen Frankreich usw., das ist völlig unstrittig. In dem von Ihnen bzw. angeblich von Churchill gezeichneten Szenario hätte ich einen Verteidigungskrieg erwartet, in dem Deutschland sich gegen die Gläubiger zur Wehr gesetzt hätte. Einen solchen Verteidigungskrieg hat es aber nicht gegeben, vielmehr hat Deutschland ratzfatz halb Europa besetzt. Bis das Kriegsglück sich wendete, hat es sich ganz eindeutig um einen von Deutschland betriebenen Angriffs- und Eroberungskrieg gehandelt.

  19. Stefan schreibt:

    Das Churchill-Zitat – o Wunder – ist eine Fälschung. Es hat nie existiert.

    http://forum.axishistory.com/viewtopic.php?t=93082

    Es past auch nicht zu Churchills sonstigen Äußerungen. Das ist, um es im Klartext zu sagen, eine weitere jener vielen Fälschungen deutscher Nazis, um die Verbrechen des 2. Weltkriegs zu rechtfertigen. Wer darauf reinfällt, ist entweder dumm oder Nazi oder beides.

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