Klartext zu „Peter – Klartext zu „Klartext“ „

Auf dem angeblich nicht zum „Königreich Deutschland“ gehörenden KRD-Blog hat sich seine „Majestät Peter der I., Sohn des Horst’s und der Erika“ mit einem Beitrag zu Wort gemeldet. Der Artikel trägt den Titel „Peter – Klartext zu „Klartext„. Er bezieht sich darin auf einen Kommentar von Wolfgang Marchewka mit der Überschrift „Ausländer raus?“ im „Wittenberger Sonntag Magazin“.

 

Bevor ich mich mit Peters Beitrag befasse, möchte ich zunächst Wikipedia zitieren:

Ein Kommentar im Journalismus ist ein Meinungsbeitrag zu einem Thema, der den Autor namentlich nennt. Bei Printmedien wird der Verfasser oft abgebildet, in Hörfunk und Fernsehen spricht der Autor den Kommentar meistens selbst. Besondere Formen des Kommentars sind Leitartikel, Glosse und Kolumne.

Meinungsbeiträge in den Medien sind durch Artikel 5 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland geschützt. Die Trennung von Meinungen und Informationen soll Transparenz für den Leser herstellen. Vor allem im Boulevardjournalismus werden nachrichtliche (Bericht) und meinungsorientierte Darstellungsweise (Kommentar) jedoch auch innerhalb eines Beitrages vermischt.

„Der Kommentar nimmt im Regelfall zu einer aktuellen Nachricht Stellung. Er erläutert die Wichtigkeit des Themas, interpretiert die Bedeutung, macht mit Zusammenhängen vertraut, stellt Kombinationen an, wägt unterschiedliche Auffassungen ab, setzt sich mit anderen Standpunkten auseinander und verhilft dem Leser dazu, sich ein abgerundetes Bild über das Ereignis zu machen.“[1] In einem guten Kommentar sollte der Hintergrund analysiert und erklärt, außerdem die Meinung des Schreibers argumentativ belegt werden. Er soll die Leser dazu anregen, sich eine eigene Meinung zum Thema zu bilden.

In einem Kommentar geht es also in erster Linie um eine Meinung zu einem Thema, nicht um Hintergrundinformationen.

 

Das behalten wir mal im Hinterkopf.

 

Nun zu Peter.

Er wählt den sogenannten „Pegida-Einstieg“ in seinen Artikel:

 

Vielen Menschen ist schon aufgefallen, daß sie in der Presse nicht alles erfahren oder noch schlimmer, Ihnen Halbwahrheiten oder gar Lügen berichtet werden.

Nun, diesen vielen Menschen ist es nicht „aufgefallen“, sie vermuten und behaupten es lediglich. Würde diesen Menschen nämlich etwas auffallen, dann bestimmt, dass die Medien, und Menschen, die am lautesten „Lügenpresse“ schreien in der Regel das schwierigste Verhältnis zur Wahrheit haben. Wie zum Beispiel Peter.

Auch der nächste Absatz klingt mehr nach einer Beschreibung der KRD-Praktiken, als einer Analyse der deutschen Presse:

Was den meisten Menschen nicht auffällt, sind all die unterschwelligen Botschaften, die dem Unterbewußtsein des Menschen mithilfe derartiger Berichte und Presseveröffentlichungen eingepflanzt werden. Diese unbewußten Botschaften steuern jedoch Verhaltensweisen und selbst wenn der Mensch die Lügen erkennt, so haben sie trotz allem eine Wirkung, die viele Menschen davon abhält, das Richtige zu tun.

Er fasst seine Erkenntnisse in einem Merksatz zusammen:

Merken Sie sich:

Egal was in der Mainstreampresse berichtet wird, das Berichtete soll in Ihnen eine Wirkung erzeugen. Diese Wirkung soll die Pläne der im geheimen agierenden „Elite“ voranbringen.

Leider erklärt er nicht, warum das nur für die „mainstreampresse“ gilt. Sind es doch sene Berichte und die seiner Jünger, die die Pläne der im geheimen agierenden „Elite“ (Peter) des KRD voranbringen sollen.

Die „Eliten“ charakterisiert Peter folgendermaßen:

Die geheime Elite sind meist Satanisten. Sie haben kein Gewissen. Sie sehen auf sie herab und sie sind der Überzeugug, daß sie der letzte Dreck sind, ein nutzloser Esser, „Humankapital“, das ausgebeutet werden will.

Ich weiß nicht, ob Peter Satanist ist. Aber ansonsten klingt dieser Absatz nach einer Beschreibung seiner selbst im Umgang mit Richard Gantz.

Anschließend beweist Peter, der Misserfolge vor Gericht sammelt, wie andere Briefmarken, seine juristische Unkenntnis.

Ein „human“, ein Mensch, ist ihrer juristischen Definition nach ein „Monster“, das leben gelassen und ausgebeutet wird bis zum Zeitpunkt, an dem die Elite meint, mal wieder mithilfe eines großen Krieges all die nutzlosen Esser zu dezimieren.

Aha. Ein Mensch ist nach der „juristischen Definition“ irgendwelcher ominösen „Eliten“ ein „Monster“. Soso. Es gibt keine juristische Definition, aus der sich das herauslesen lassen würde. Leider vermeidet Peter es, seine Behauptung in irgendeiner Form zu belegen. Vielleicht hat er also Recht. Vielleicht gibt es im „Königreich Deutschland“ eine „Elite“, die Menschen juristisch als Monster definiert. Man weiß es nicht…

Es erscheint aber wahrscheinlich, woher sollte Peter sonst dieses Geheimwissen haben, wenn nicht, weil er Mitglied der „Elite“ ist. Darauf lässt auch ein weiterer Absatz schließen.

Diese mächtige „Elite“ meint es mit den einfachen Menschen nicht gut. Diese Leute denken nicht in Kategorien wie „gut“ und „böse“, sie denken nur an ihre Ziele und wie sie diese erreichen, koste es was es wolle.

Ja. Peter meint es mit „den einfachen Menschen“ nicht gut. Er nutz sie aus und beutet sie aus. Auch geht es ihm in erster Linie um das Erreichen seiner Ziele, koste es was es wolle. Peter muss also diese Elite sein!

Langsam versucht Peter vom allgemeinen Bashing der „Lügenpresse“ den Bogen zu dem Kommentar im „Wittenberger Sonntag“ zu bekommen.

Am besten wirkt Manipulation, wenn sich sich dessen gar nicht bewußt sind. Schauen wir uns hier ein Beispiel an.

Eines der brennendsten Themen ist gegenwärtig die Flüchtlingsproblematk.

In nahezu allen Medien wird darüber in wohlwollender Weise berichtet. Wohlwollend gegenüber den Flüchtlingen und diffamierend gegenüber allen, die davor warnen oder die Flüchtlinge gar ablehnen. So wird man schnell zum „Nazi“, soll ein „Rechter“ oder auch „nur“ ein unsensibler oder fremdenfeindlicher Mensch sein.

Im TV oder Radio wird fast täglich über das Theme geredet. Da kommen gut integrierte Flüchtlinge zu Wort, schildern ihre Situation, berichten über ihren Weg nach Europa oder Deutschland und das soll betroffen machen, Mitgefühl erzeugen, die Notwendigkeit einer einwanderungsfreundlichen Politik erkennbar machen oder „unsere“ Verpflichtung oder gar „Wiedergutmachung“ sein.

Aha. Peter scheint das ganz schön zu stören. Man darf sich fragen, warum. Geht es doch um den Umgang der Bundesrepublik Deutschland mit Flüchtlingen. Nach seinem Selbstvertändnis also um den Umgang eines fremden Staates. Das Königreich ist ja schließlich ein eigener, unabhängiger Staat. Und nach da flüchtet bisher keiner. (Was an dem katastrophalen Zustand des „Staatsgebiets“ liegen könnte. Oder daran, dass außerhalb Wittenbergs und „unserer Ecke im Internet“ keiner das KRD kennt.)

Kaum jemand traut sich mehr offen Stellung gegen diese Flüchtlingspolitik zu beziehen.

eter scheint wirklich weit wegh von der Realität zu sein. Er lebt nicht in einem anderen Staat, sondern in einer anderen Welt. Eine Welt, in der es PEGIDA, Freital, Meißen, Dresden, die AfD, die NPD, die Rechte und die anderen widerwärtigen Antiflüchtlingsdemos und -anschläge nicht gibt. Beneidenswert.

Aber es gaht ja eigentlich gar nicht um Flüchtlinge.

Eines aber darf nicht vergessen werden und das soll hier gesagt werden. Es geht um etwas ganz anderes und alles, was in der Presse, im Fernsehen und im Radio darüber berichtet wird, geht am eigentichen Thema vorbei. Es wird also nicht gesagt, worum es WIRKLICH geht.

Aha. Und um was geht es WIRKLICH? Das verrät Peter nicht. Er verhält sich also so, wie die von ihm kritisierten. Klingt unlogisch? Nur, wenn man Peter nicht kennt.

Und jetzt überlegen wir, ob Peter

[…] dumm, schlecht informiert oder eben [ein] Heuchler [ist], [der seine]Seele längst für einen Anteil am „Goldenen Kalb“ verkauft [hat].

Um seine ganzen Verschwörungstheorien zu beweisen, wendet er sich jetzt dem Kommentar zu. Was würde sich dafür auch besser anbieten, als der Kommentar in einer regionalen Gratiszeitung, die selbst in Sachsen-Anhalt vermutlich kaum einer kennt? Hier lässt sich die Macht der Mainstreammedien und Lügenpresse sehr anschaulich beweisen…

Wir werden hier exemplarisch ein Beispiel solch eines manipulativen Machwerkes nutzen, um dem Leser die Scheinheiligkeit und Verlogenheit, die Lüge und Heuchelei vor Augen zu führen, die derartige Schreiberlinge dem Leser angedeihen lassen. Ich wähle dies hier, weil der Kommentator des „Klartext“ hier aus Wittenberg kommt. Unter dem Titel „Ausländer raus?“ soll der Leser vorgegaukelt bekommen, daß hier ein „freier Journalist“ die Wahrheit schreiben kann.

Aha. Er wählt den Artikel, weil er aus Wittenberg kommt. Weiter als bis zum Tellerrand des Provinzkaffs reicht es bei Peter also nicht?

Soviel zur Einleitung. Peter analysiert den Artikel in einer ganz eigene Weise. Er stellt Fragen. Ich will versuchen, ihm zu antworten, erlaube mir aber auch das Stellen von Gegenfragen (die er wohl nicht beantworten wird).

 Haben Sie in dem Artikel nun entnommen, daß die allermeisten der „Flüchtlinge“ illegale Einwanderer sind, die nach dem Gesetz gar kein Asyl erhalten können?

Nein. Es stimmt auch so nicht. Zunächst ist jeder Flüchtling, der einen Asylantrag stellt legal, bis über den Asylantrag entscheiden wird. Dass mehr Anträge abgelehnt, als bewilligt werden, ist richtig, ändert daran aber nichts. Wie wäre es im Übrigen mit einem Beleg für die Behauptung?

– Haben sie den Unterschied erfahren, zwischen einem Ausländer, der integrationswillig in die hiesige Kultur ist und einem Moslem oder Afrikaner ohne nennenswerte Bildung, Sprachkenntnisse und der Willigkeit zur Integration?

Nein. Da sliegt daran, dass es diesen Unterschied nicht gibt. Warum sollten ungebildete Moslems und Afrikaner nicht integrationswillig sein? Ist Peter vielleicht ein Rassist?

– Haben Sie in dem Artikel erfahren, wieviel Prozent der Kosevoalbaner Sozialhilfe erhalten (nahezu 100 %) und wie hoch der Mißbrauchsanteil ist?

Nein. Das ist erstens nicht Thema des Kommentars. Und zweitens ist es eben ein KOMMENTAR, kein Informationsartikel. Und drittens stimmt es wahrscheinlich nicht. Ich habe übrigens auch aus Peters Artikel NICHT erfahren, wieviel Prozent der KosovOalbaner Sozialhilfe erhalten und wie hoch der Mißbrauchsanteil ist.

– Haben Sie die Prozentzahlen der „Asylbewerber“ erfahren, die tatsächlich Asyl erhalten können?

Nein. Das ist erstens nicht Thema des Kommentars. Und zweitens ist es eben ein KOMMENTAR, kein Informationsartikel. Ich habe übrigens auch aus Peters Artikel NICHT erfahren, wieviel Prozent der Asylbewerber tatsächlich Asyl erhalten können.

Diese Antwortstruktur könnte ich ständig weiter verwenden:

– Haben Sie erfahren, wieviel der Unterhalt dieser Menschen kostet bis ihr Asylantrag abgelehnt wird?

– Haben Sie erfahren, wie lange das dauert?

– Haben Sie erfahren, warum das so lange dauert?

– Haben Sie erfahren, daß es die bundesrepublikanische Gesetzgebung erlaubt, daß selbst die Krankheitskosten der in der Heimat befindlichen Familienangehörigen eines ausländischen Sozialhilfeempfängers unserer Krankenkasse und damit uns allen in Rechnung gestellt werden können?

Aber damit es nicht eintönig wird, muss Peter zwischenzeitlich nochmal deutlich machen, wie nah seine Ansichten denen von Nazis ist.

 Haben Sie erfahren, daß man die ganzen wenig ausgebildeten Ausländer her holt oder her läßt, um unsere Kultur und Werte zu zersetzen, unser nationales Bewußtsein zu zerstören, die Bevölkerung in gegensätzliche Lager zu trennen und man später dann noch mindestens einen „Bürger“-krieg wünscht?

Die Theorie der „Umvolkung“, „Kulturzersetzung“ und des „Genozid durch Einwanderung“ kennt man sonst nur von neonazis und anderen Rechtsaußen. Wobei… warum eigentlich „sonst nur“? Peter zeigt (mal wieder) sein wahres Gesicht.

Immerhin verscuht er, seinen Antisemitismus zu verbergn, in dem er den Namen „Rothschild“ nur denkt.

Haben Sie erfahren, daß die elitäten Familien dafür Kriege in den Ländern anzettelten und sie massenhaft Waffen in diese Länder exportieren, sich diese mit Bodenschätzen bezahlen lassen, daß sie dabei die hiesige Bevölkerung gnadenlos ausbeuten und zudem oft die Umwelt ruinieren?

Zu dieser Frage

– Konnten Sie erfahren, daß diese meist ungebildeten Menschen hier kaum ihre enormen Bildungsdefizite ausgleichen können um hier im Land der Dichter und Denker dem Allgemeinwohl, der Stabilität der Kultur und der hiesigen Werte zu dienen?

fällt mir nur ein, dass das KRD mit „Dichtern und Denkern“ nichts gemein hat. Selbst der ungebildetste Flüchtling wäre in jeder Hinsicht eine Bereicherung für die verfallene Krankenhausruine und die dortigen Bewohner.

Peter macht scheinbar endloch weiter mit Fragen, die er zum einen selber nicht beantwortet und die zum anderen völlig ignorieren, dass es sich um einen KOMMENTAR handelt. In die Fragen verpackt er altbekannte Vorurteile wie die des männlichen, kriminellen, frauenfeindlichen sich wahllos vermehrenden Flüchtlings.

Und manche Fragen versteh ich selbst beim fünften Lesen nicht. Was will Peter mir zum beispiel hiermit sagen:

Hat der Schreiberling Ihnen erklärt, daß man mit Unserem Rentenmodell des Königreiches Deutschland zu der Lüge, von wegen die Ausländer bezahlen unsere Renten, keine Zuflucht nehmen könnte?

Aber es wird noch besser. Peter erwartet von einem (ich kann es nicht oft genug betonen) KOMMENTAR zur Flüchtlingsthematik, dass der Autor darin auch völlig themenfremde Gebiete erklärt.

– Hat der Herr Marchewka Ihnen erklärt, daß das deutsche Gesundheitswesen nicht zusammenbrechen würde, wenn die korrupten und kriminellen Handlanger der Pharmaindustrie, all die bestochenen Ärzte und auch die massig überhöhten Preise der oft nutzlosen und schädlichen Medikamente abgeschafft würden?

– Hat er Ihnen erklärt, daß auch deutsche Ärzte ihr Bestes geben, hier von den Krankenhäusern und Pharmas nur ausgebeutet werden, enormen Leistungsdruck vorfinden und hier in einem kriminellen System arbeiten, in dem die Krankheit der Patienten ein Wirtschaftsfaktor ist?

Nein. hat er nicht. Erstens ist das eine lächerliche Verschwörungstheorie. Zum anderen hat der Autor mir auch nicht die Relativitätstheorie erklärt.

Peters Fragen lassen nicht nur Rückschlüsse auf sein Weltbild, sondern auch auf seine Intelligenz zu.

– Hat er Ihnen erläutert, daß die Leute nicht aus Ihrer Heimat weggehen würden, wenn sie dort gute Lebensbedingungen vorfinden würden?

Wie dumm muss man sein, um jemanden zu brauchen, der einem DAS erläutert?

Um seinen Standpunkt (weit rechts außen) nochmal zu verdeutlichen, kommt Peter nun mit der Mär von den „Grünen“ als pädophilie, antideutsche Frühsexualisierer:

– Und hat er nicht vergessen mitzuteilen, daß es in den Reihen eben jener Grünen viele Plolitiker gibt, die Deutschland am liebsten von der Landkarte tilgen würden, die kinderschändende Politiker in ihren eigenen Reihen haben und die die Frühsexualisierung unserer Kinder nur fördern, nur um ihre eigenen perversen Neigungen besser und ungestrafter ausleben zu können und sie damit auch die Familien und Gemeinschaften mehr zu zersetzen gedenken?

Kommen wir zu den letzten Fragen:

– Und hat der Herr Marchewka Ihnen auch erzählt, wie er sein Geld verdient und bei wem er gelernt hat?

– Und vor allem, hat er Ihnen Lösungen der Problematik aufgezeigt?

Nein. Und Du, Peter? Wie verdienst DU dein Geld (ich weiß es, will es aber von Dir hören)? Bei wem hast DU gelernt? (War es ein Meisterkoch oder nur ein Imbiss um die Ecke?)

Und wo sind deine LÖSUNGEN? Nicht Hirngespinste! chte Lösungen. Die funktionieren. Die nützlich sind. Na? Wo?

Oh.. da kommt ja eine „Lösung“ von Peter…

Eine Lösung ist ganz einfach:

Jede Stadt oder Gemeinde, die in die Autonomie oder in die Verfassungsordnung des Königreiches Deutschland wechselt, wird aus diesem Wahnsinn aussteigen,

Aha. Das versteht peter unter einer „ganz einfachen Lösung“. Gemeinden sollen irgendwie aus der BRD in einen nichtexistenten Staat wechseln. Dass das nicht geht, weder rechtlich noch sachlich, igrnorieren wir mal – der einfachen Lösung wegen.

Anschließend zählt Peter ein paar Punkte des vermeintlichen Nutzens für diese Gemeinden auf. Leider „vergisst“ er zu erwähnen, dass die Gemeinden dafür in eine lupenreine Diktatur wechseln müssten, wie ich in meiner „Analyse der Verfassung des KRD“ dargelegt habe. Hups…

Der Beitrag Peters endet mit der Reinwaschung seiner selbst. Wer von sich sagt, kein Ausländerfeind zu sein – der ist auch keiner.

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2 Antworten zu Klartext zu „Peter – Klartext zu „Klartext“ „

  1. Holperbald schreibt:

    Ich habe mal diesen Ausgangskommentar von Hr. Marchevka gelesen. Unabhängig davon, was Hr. Fitzek daraus macht, stellt sich mir die Frage: Wo wird oder wurde konkret „- noch dazu gemeinschaftlich von Hunderten- Ausländer raus“ gerufen? Seit Hoyerswerda vor 23 Jahren ist mir kein Fall mehr bekannt. Im Gegenteil, werden Parolenrufer meist ganz schnell an die frische Luft transferiert. Und sollte so eine Situationen tatsächlich – wie implizit gefordert- „gestellt“ werden – quasi als kreativer Protest gegen Ausländerfeindlichkeit- wäre das in der Tat Wasser auf den Mühlen derer, die „Lügenpresse“ schreien – einfach, wril es an den Tatsachen vorbeiginge. Ich habe das Gefühl, hier wird eine Situation konstruiert, die genauso klischeehaft ist wie die Denkweise von Peter.

    Geholfen ist mit so einer Vereinfachung damit niemandem- ausser dem Reporter, der sich einfach als „Gut“ positionieren kann, und Peter, für den das ganze flach genug ist, um sich mit seinem begrenzten Verstand daran hochzuziehen. Er springt also dankbar über ein Stöckchen, dass ihm niedrig genug ist. An einer qualifizierten Analyse einer komplexen soziologischen Situation würde er wohl scheitern.

    Allerdings habe ich diese – musd ich fairerweise zugeben- noch nicht oft gefunden. I.d.R. werden zwei ambivalente Strategien angewandt: Lächerlichmachung (was nicht allzu schwer ist angesichts des Haufens), aber gleichzeitig Dämonisierung (siehe „Fussballstadien-Szenario“, diverse Studien der Friedrich-Ebert-Stiftung,…)

    Von daher: Manchmal ist es einfach ratsam, nicht zuviel auf Kommentare und deren Reaktion zu geben…

  2. Pater Peter schreibt:

    Bei dieser und anderen „mainstream-Medien“-Diskussionen denke ich mir manchmal:
    Wie die Medienlandschaft in Deutschland beschaffen ist muss jemanden verwirren der sich wohl noch gut (?) dran erinnert, dass man aus der Zeitung die Linie der Staatsführung ablesen kann bzw. muss. Das überträgt man auf die Gegenwart – und schwupps ist man bei den gesteuerten Medien, die Anweisungen ausführen und auftragsgemäss Botschaften aussenden.

    Das andere ist die Unfähigkeit/Unlust die Diversität am deutschen Medienmarkt zu erkennen, was vielleicht mit der Erwartung zu tun hat, Medien seien so etwas wie Staatsorgane. Der Begriff in dem Zusammenhang heisst „Medienkompetenz“. Ist es nicht auch hier vielleicht so, dass gerade die Vielfalt denjenigen verwirrt, der Einheit gewohnt ist und vielleicht irgendwie erwartet?
    Es braucht auch eine gewisse Fähigkeit Nuancen zu erkennen, um zB. die Berichterstattung der „Welt“ von der der taz oder des ND zu unterscheiden oder den tiefschwarzen Bayerischen Rundfunk vom „Rotfunk“ WDR. Schon zu meinen Schulzeiten, mehr als 30 Jahre her, war das Analysieren und Vergleichen von Medien verschiedener Herkunft, Stoff für ein paar Deutschstunden. Diese Erfahrung fehlt dem Fitzek natürlich. Insofern verstehe ich auf diesem Hintergrund, wie Fitzek einen als solchen gekennzeichneten „Kommentar“ auffasst bzw. auffassen muss.

    Das ist der eine Aspekt, den ich bei „Medienkritik“ manchmal wahrnehme. Man überträgt die Wirklichkeit der DDR-Medienlandschaft auf die bundesdeutsche, und da man nichts anderes erwartet, nimmt man auch nichts anderes wahr. Bei der Wahrnehmung der Parteienlandschaft sieht es doch bei Leuten aus Fitzeks Spektrum ganz ähnlich aus: Es sind Systemparteien, letztlich Blockparteien, unfähig politische Alternativen zuzulassen. Das grundsätzliche Unverständnis des Kompromisses als Mittel der parl. Demokratie kommt noch dazu, das Entscheidungen weniger nachvollziehbar macht und aus der Stärke dieses Systems, das bei einem Kompromiss keiner richtig zufrieden aber auch keiner richtig unzufrieden ist, eine Schwäche und Desorientiertheit in der Wahrnehmung.

    Das wären Defizite am Demokratieverständnis und Medienkompetenz bzw. das Übertragen von DDR-Realitäten auf die Bundesrepublik. Also eine Generations- und Bildungsfrage. Fitzek selbst ist von Mängeln an Bildung und fehlendem Willen zur Integrität bzgl. seiner Heimat betroffen. Was in das Bild passt, das Fitzek eigentlich die Versprechen der DDR von einem anderen Deutschland eingelöst sehen will.

    Was anderes ist, wieso sich der Gesalbte überhaupt in die Niederungen der Tagespolitik begibt, geht es doch sonst bei ihm eher grundsätzlicher zu.
    Da mag es also einen gewissen Druck bei den eigenen Anhängern geben? Ist diese Äusserung im Kontext einer inneren Diskussion entstanden? Vorstellbar ist das, denn das Kuschelweich-Königreich richtet sich doch an „Flüchtlinge“ aus der bitterbösen „BRD“. Wer weiss – vielleicht gab es Ideen am Lagerfeuer, die Flüchtlingssituation für Propaganda auszuschlachten?
    Ein paar syrische Flüchtlinge im Staatsgebiet aufzunehmen wäre, kalt kalkuliert gesehen, aus einigen Gründen attraktiv. Bei der Mischung aus Autoritätshörigen und Eso-Hippies kann ich mir solche Ideen in dem Kreis schon vorstellen. Besser BILD-Schlagzeilen als ein Elefant gäb es allemal. Wie schön, das Fitzek dieser Idee eine so deutliche Absage erteilt hat!

    Auf der anderen Seite ist die Stellungsnahme Fitzeks doch so oberflächlich und steht auf dem üblichen Vorurteilsgerüst, dass es eine spontane Äusserung sein kann zu einem Thema, das ihn ehrlich emotionalisiert.

    Die grundsätzliche Diskrepanz, dass zuviele dahin wollen, wo Fitzeks eigentlicher Ansicht nach Unterdrückung, Manipulation und Unfreiheit herrscht, bleibt natürlich davon unberührt.
    Eigentlich kann ihm doch jeder „Fehler“ der Bundesrepublik nur recht sein, je schneller und offensichtlicher das „System“ zusammen stürzt umso mehr werden immer lauter nach dem Shilo schreien. Oder so ähnlich.

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